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  • 21.04.2015 Erste PressemeldungenDatum23.04.2015 20:13
    Thema von Bernd Degwer im Forum Tagesberichte von unte...

    Und nun gibt es auch die erste Pressemeldung zu meiner Tour!
    [[File:Bernd-Degwer-650x400.jpg|none|auto]]

    http://blickwinkel-schwerte.de/bernd-deg...en-guten-zweck/

  • Thema von Bernd Degwer im Forum Tagesberichte von unte...

    Das ist ja mal eine interessante Sache gewesen: Ich wollte doch nur ein paar Tipps im Netz von anderen Bikern, als ich in einigen Motorradfahrer-Foren gefragt habe: „Hat das schon mal jemand gemacht, einmal rund um Deutschland gefahren, immer an der Grenze entlang?“
    Sofort wurden mir Streckenempfehlungen gegeben und nicht nur einmal kam der Eintrag „Wenn Du bei mir in der Nähe bist, melde Dich! Ich Zeige Dir die tollste Strecken entlang der Grenze.“
    Als dann die ersten Angebote zum Übernachten kamen, habe ich erst einmal gestaunt und mich gefreut. Doch auch Zweifel kamen bei mir auf. Wenn ich da kostenlos übernachte, wie geht man da morgens auseinander… mit leicht schlechtem Gewissen oder sieht das für den Einen oder Anderen nach Schmarotzertum aus????
    Da kam mir die Idee, ich spende für jede -mir kostenlos angebotene- Übernachtung, für einen guten Zweck. Da hat dann keiner einen Grund nachtragend zu sein und ich fahre mit gutem Gewissen weiter! So werde ich mit meiner Luftmatraze und einem dünnem Schlafsack durch Deutschland „trampen“.
    So entstand aus der einfachen Idee: „Urlaub mit dem Motorrad“ zu machen, die Idee, die Tour einem guten Zweck zu verschreiben!

    Doch in erster Linie steht für mich immer noch der „Abenteuer-Gedanke“, einmal ganz Deutschland, entlang seiner Grenze, zu umfahren und kennen zu lernen. Durch die Übernachtungen bei anderen Bikern, lerne ich nun auch noch die Bewohner dort kennen. Das stelle ich mir schon interessant vor!

    Der wesentlich größerer Planungsaufwand und das –mir selbst auferlegte- Zeitraster muss ich nun wohl auch einhalten, um die angebotenen Übernachtungen auch für die Anbieter planbar zu machen. Diesen Wermutstropfen schlucke ich aber gerne, dafür ist die Fahrt sicher interessanter als alleine irgendwo zu zelten oder in Pensionen/Hotels anonym zu übernachten! Hinzu kommt natürlich der Gedanke an die Spenden, für den nun auch festgelegten guten Zweck: der Deutsche Kinderhospitzverein e.V. ! Doch dazu später mehr!

    Schnell habe ich mir vom 01.-17. Mai Urlaub eingetragen und habe Strecken von ca. 250-300km pro Tag festgelegt. Damit komme ich in 16 Tagen wieder da an, wo ich auch starten werde! Die geringste Entfernung von Schwerte, meinem Wohnort, hat die deutschen Grenze bei Venlo, also der Grenze zu Holland! Da werde ich nun starten und entgegen dem Uhrzeigersinn fahren.
    Von den insgesamt 16 Übernachtungen, habe ich nun 8 Nächte in denen ich bei anderen Bikern, die ich zumeist nur aus dem Forum kenne, spontan angeboten bekommen.

    Wieso rund Deutschland?

    Nach mehreren Jahren in denen ich viele Länder Europas bereist habe, kam mir bei der Überlegung nach meinem nächsten Ziel die Idee einfach mal in Deutschland zu bleiben.
    Die Ziel der letzten Motorradreisen waren Estland, Lettland, Litauen Polen, Schottland, Norwegen, Dänemark, Schweden, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Italien, Österreich und die Schweiz da hab ich mir gedacht, auch Deutschland hat schöne Ecken. Dann kam die Idee mit dem abfahren der Grenze dazu und schon stand mein Ziel für dieses Jahr fest!

    Sicher, einige Ecken, auch entlang der Grenze, kenne ich sowohl aus meinen anderen Motorradurlauben als auch aus der Zeit, als die ganze Familie mit dem Wohnmobil unterwegs war, aber einmal rund um Deutschland, das hat was! Sicher werde ich an vielen schönen Stellen vorbei fahren müssen, um mein Gesamtziel, die Umrundung Deutschlands, zu erreichen. Aber ich möchte ja auch in den nächsten Jahren noch viel mit dem Motorrad erkunden. Da kann ich mir dann ja, nach dem diesjährigen Überblick, einige Ziele aussuchen! Außerdem will ich ja nicht „aussteigen“ sondern habe nur meinen Urlaub als Angestellter zur Verfügung! Also: in 16 Tagen einmal rund um Deutschland und dabei soviel wie möglich sehen und kennen lernen!

    Ich freue mich schon auf die Eifel, den Pfälzer Wald, das Rheintal, die gesamte Alpenregion incl. Bodensee, den Bayrischen Wald, das Erzgebirge, das Elbsandsteingebirge, die Oberlausitz, das Odertal, die Ostsee- und die Nordseeküste sowie das Emsland.

  • Thema von Bernd Degwer im Forum Tagesberichte von unte...

    Heute war ich, zusammen mit meiner Frau Marianne, beim Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes im Kreis Unna einer regionalen Gruppe des Deutschen Kinderhospitzvereines!
    Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst (AKHD) Kreis Unna wurde 2004 eröffnet und ist Anlaufstelle für Familien mit Kindern/Jugendlichen mit einer lebensverkürzenden Erkrankung in und im Umkreis von ca. 50 km um Unna. Er unterstützt und begleitet die Kinder, die Eltern und Geschwister. Die Begleitung ist für die Betroffenen kostenfrei.

    Aufgaben des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes:
    • Lebensbegleitung der gesamten Familie zu Hause
    • Sterbebegleitung
    • Trauerbegleitung
    • Beratungsgespräche
    • Unterstützung der Hilfe zur Selbsthilfe
    • Vernetzung mit anderen Einrichtungen
    • Vermittlung, Planung und Durchführung von unterstützenden Angeboten
    • Öffentlichkeitsarbeit


    Das liest sich alles toll ….. ich hatte allerdings einen dicken „Klotz im Bauch“, denn ich könnte mir nichts Schlimmeres vorstellen, als das eins meiner zwei Kinder sterbenskrank wird und stirb!
    Wir wurden nett von Frau Götte begrüßt und ich habe Ihr meine Aktion erläutert und sie uns die Arbeitsweise des Vereins erklärt. Insgesamt sind zurzeit 42 kranke Kinder in der Betreuung!!!! Schon allein bei dem Gedanken, sträuben sich mir die Nackenhaare.
    Diese Arbeit, Strebebegleitung von Kindern, könnte ich nicht machen! Aber umso wichtiger finde ich, dass es Menschen gibt, die sich um diese Kinder und ihre Familien kümmern! Daher unterstütze ich den Verein gerne mit meiner Aktion!


    [[File:uebergabe.jpg|none|480px|480px]]
    [[File:20150305_081419.jpg|right|auto]]

    Ich bekomme ein grünes Schleifenband überreicht, dass ich mir ans Motorrad binden werde! Jeder Mitfahrer, der etwas spenden will, werde ich auch eine Schleife überreichen! Ebenso den Anbietern der Übernachtungsmöglichkeiten wärend meiner Fahrt rund um Deutschland!

    Mit ganz gemischten Gefühlen gehen wir Abends nach hause und sind froh, dass uns unsere gesunden Kinder begrüßen.

  • Thema von Bernd Degwer im Forum Infos zu den Spenden f...

    Der DKHV e.V. begleitet Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer lebensverkürzenden Erkrankung. Diese Erkrankungen wie beispielsweise Mukopolysaccharidose (MPS), Progeria, Tay-Sachs-Syndrom oder andere Stoffwechselerkrankungen verkürzen die Lebenserwartung.

    Die Kinder, ihre Geschwister und Eltern können ab der Diagnose auf ihrem Lebensweg begleitet werden. Das Leben mit all seinen Facetten, das Sterben und die Zeit nach dem Tod der Kinder stehen dabei im Fokus der Arbeit.

    Die Kinder- und Jugendhospizarbeit versteht sich als Teil eines interdisziplinären Teams, das unter anderem aus pädiatrischer Palliativversorgung und Pflege besteht.

    Der DKHV e.V. brachte 1990 das erste deutsche Kinderhospiz auf den Weg und stärkt die Kinderhospizarbeit in Deutschland.


    Wer direkt spenden möchte, hier das Spendenkonto:
    Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst Kreis Unna e.V.
    Sparkasse UnnaKamen
    BLZ 443 500 60
    Konto-Nr. 115006
    SWIFT-BIC: WELADED1UNN
    IBAN-Nr.: DE35 4435 0060 0000 1150 06
    Verwendungszweck: Rund-Deutschland

  • Spenden im Detail Datum11.02.2015 18:44
    Thema von Bernd Degwer im Forum Infos zu den Spenden f...

    Spenden von Mitfahrern und Gönnern:

    Claudia und Martin ............................... 50,-EUR
    Kerstin und Lothar Baltrusch ............... 50,-EUR
    Ulrich B .................................................10,-EUR

    Und von allen Begleitern und Besuchern wird die Spendendose täglich neu gefüllt :
    1. Tag : Inhalt der Spendendose ..................84,50 EUR

    2. Tag: Inhalt der Spendendose ........... 55,64EUR

    3. Tag: Inhalt der Spendendose. ........... 25,-EUR

    4. Tag : Inhalt der Spendendose. ........... 70,-€

    5. Tag : Inhalt der Spendendose ............ 150,-€ (incl.der Spenden für den Tankrucksack von HELD

    6.Tag: Inhalt der SPandendose: ............ 20,-EUR (Von Ute!)

    7.Tag: INhalt der Spendendoe: .............. 20,-EUR

    8.Tag: Inhalt der Spendendose: 0,-EUR / Sammlung von Thomas: 84,75EUR

    9.Tag: Inhalt derSpendendose: ......... 30,-EUR

    10.Tag: Spendendose .................10,-EUR

    11.Tag: Spendendose .................. 37,-EUR (incl. der Spende von der PPension Lindenhof/Liepgarten )

    12.Tag: Spendendose ........... 10,-€

    13.Tag: Spendendose. .10,-€ von Ive und 20,-€ Pension Seestern


    14.Tag: Spendendose 222.-€ incl. !00,-€ von Motorradfreunde Treene und der 50,-€ Spende der Eagles of Darknes!


    Für jede kostenlose Übernachtung habe ich je Nacht 25,-EUR gespendet!


    01.05.2015 Simmerrath ................... 25,-EUR
    02.05.2015 Wadern .......................... 25,-EUR
    03.05.2015 Rheinau ......................... 25,-EUR
    04.05.2015 Bodensee ..................... 25,-EUR
    06.05.2015 Burghausen .................... 25,-EUR
    08.05.2015 Stützengrün .................. 25,-EUR
    09.05.2015 Mücka ......................... 25,-EUR
    11.05.2015 Neu Wenddorf ............... 55,-EUR (Hotelübernachtung) http://www.gutshaus-neu-wendorf.de/
    14.05.2015 Cuxhaven .................... 25,-EUR


    Nach der Tour gab es noch zwei Spenden in Höhe von 30,-EUR und 70,-EUR!!!

    Insgesamt 1500,-EUR!!!!!!!!!
    Und von Familie Neuhaus nochmals 20,-EUR

    Gesamtsumme nun: 1520,-EUR


    Soviel hatte ich nicht erwartet! DANKE!!!!

  • 16.05.2015 bis nach HauseDatum05.02.2015 21:01
    Thema von Bernd Degwer im Forum Tagesberichte von unte...

    Heute fahren Marianne und ich nach einem guten Frühstück im Hotel weiter an der holländisch/deutschen Grenze entlang. Es regnet und ist kalt!
    Wir kommen nach Epe, ein kleiner unscheinbarer Vorort von Gronau. Aber unter dem Ort verbirgt sich ein Geheimnis: Hier werden, in unterirdischen Kavernen ,in einem ehemaligem Salzbergwerk seit 2008 große Mengen von Erdgas gespeichert. Hiermit kann man nicht nur Schwankungen in Bezug und Entnahme regeln, sondern auch den Erdgaspreis beim Einkauf berücksichtigen. Somit ist unser Erdgas, dank dieser Zwischenspeicher immer relativ geringen Preisschwankungen ausgesetzt.

    Am Grenzübergang zu Haaksbergen in den Niederlanden will ich das obligatorische Foto mit dem Landeskennzeichen machen. Leider gibt es dieses Schild hier gar nicht erst. Wir merken nur, das an dem Supermarkt nur niederländischer Werbung hängt. Beim zurückfahren finden wir dann, bei näherem Hinsehen, doch die alten Zollhäuser. Hier werden jetzt Blumen verkauft.
    Weiter im Süden fahren wir dann ein zweites Mal über die Grenze um in Winterswijk einen Motorradtreff anzusteuern. Hier trinken wir dann einen Kaffee um uns aufzuwärmen. Von den gestern noch vorherrschenden 20-22 Grad sind heute lächerliche 12 Grad Celsius übrig geblieben und es nieselt!
    Nach diesem Halt beschließen wir, weil mein Vorderrad nun wirklich nicht mehr ein sehr regentaugliches Profil hat und weil Marianne bei dem warmen Wetter gestern nicht wirklich warme Handschuhe und Kleidung mitgenommen hat, bald den Kreis um Deutschland zu schließen und dann nach Hause zu fahren.
    Wir machen im 45 Minuten-Rhythmus Pausen mit heißen Getränken und warmen Essen und schaffen es so bis um 16:30Uhr nach Hause. Es wird nichts mehr besichtigt, nichts mehr fotografiert,..... ich habe wohl nun „die Festplatte voll“ , wie Einige schon mehrfach bei Facebook gefragt haben! Nun ist es soweit!
    Ich freue mich zwar, die gesamte Tour geschafft zu haben, aber richtig freuen wir uns nicht, bei dem Regen und der Kälte! Ich zumindest bin ziemlich fertig!

    Insgesamt bin ich nun 5055 Kilometer an der Grenze entlang gefahren und die gesamte Distanz, mit An- und Abfahrt zur Grenze beträgt 240km mehr! Also habe ich eine Gesamtstrecke von 5295km in 16 Tagen zurückgelegt. Ich bin grundsätlich zufrieden, kann das aber alles noch nicht wirklich realisieren. Gebt mir alle ein wenig Zeit, bitte!

    Wo war es denn jetzt am schönsten entlang der Grenzen Deutschlands, werden sich viele fragen. Das kann ich euch genau beantworten: Bei jedem da, wo sein Zuhause war, da war es am schönsten!
    Jeder meiner Gastgeber konnte mir die Vorzüge seiner Region / seines Ortes zeigen und war stolz drauf. Und so soll es ja auch sein, denke ich! Ob es an der Nord-und Ostsee mit den tollen Stränden oder steilen Ufern und Meeresrauschen schöner war, als in den Alpen oder den Mittelgebirgen ….. das kann ich nicht sagen. Alle Regionen haben Vor- und Nachteile. Sicher ,rein aus der Sicht eines Motorradfahrers gilt: da wo Berge sind, sind mehr Kurven und wo hohe Berge sind sind dann noch Serpentinen! Fahrerisch sicher weit aus anspruchsvoller als die Straßen in den flacheren Regionen. Dafür gibt es da andere Vorteile!
    Ich habe die Tour an jedem Tag genossen auch, wenn es anstrengend war. Das hatte ich tatsächlich unterschätzt. Es sind gar nicht die 300 oder 400 Kilometer am Tag, das habe ich schon oft gemacht und war nie ein Problem. Das ganze drum herum, die Aufgaben, die ich mir selbst gestellt habe, wie das schreiben dieser Berichte um die Spender und Gastgeber immer „auf dem Laufenden“ zu halten. Um alle teilhaben lassen zu können, an meinen Erlebnissen , das war anstrengend.

    An meine Gastgeber: Erst einmal ein ganz dickes DANKE an alle! Es war toll bei euch! Ihr habt euch wirklich alle Mühe gegeben!
    Es war nicht ein Tag wie der andere! Es war teilweise so unterschiedlich, das war vorher für mich nicht unvorstellbar!
    Und noch was, so schön das Übernachten bei euch allen war und so sehr ihr euch Mühe gegeben habt, mir einen tollen Tag zu bereiten, es war für mich auch anstrengend, aber immer schön! Ich hatte allerdings am Tag keine 20 Minuten am Stück für mich! Ihr habt mich alle verwöhnt, auch die Mitfahrer, ob sie mir eine Strecke gezeigt haben oder einfach nur mitgefahren sind. Alles war toll! Sicher brauche ich aber ein paar Tage, bis ich das alles sortiert habe und sicher werde ich das eine oder andere vergessen. Seht es mir bitte nach!

    Ihr habt mir alle einen nicht zu vergessenen Urlaub -ach was sag ich: ein Lebensereignis- bereitet, alle zusammen! Auch weiß ich gar nicht, wann ich das alles abarbeiten soll, was ich zwischenzeitlich versprochen habe! ;-) Ich gebe mir aber Mühe!
    Ein Paket packe ich gerade … und der Empfänger weiß sicher was drin ist! ;-)
    Auch werde ich das versprochenen Video machen, mit allen Beteiligten. Ich werde mich dann wieder melden! Gebt mir ein wenig Zeit!

    Das Kinderhospiz wird sich sicher auch freuen. Nicht nur, dass wir alle extrem viel Öffentlichkeitsarbeit geleistet haben und jetzt sicher viel mehr Menschen den Verein und seine Arbeit kennen als vor der Reise, es sind auch insgesamt 1400,-EUR an direkten Spenden zusammen gekommen! Was der Eine oder Andere direkt auf das Spendenkonto überwiesen hat, weiß ich nicht, versuche ich aber zu erfragen. Wenn der Verwendungszweck „Rund-Deutschland“ angegeben wurde, sind die Spenden eventuell zuzuordnen! Mal sehen!


    So, hier endet nun meine Berichterstattung und sage Danke, an alle, die bis hierher mitgelesen haben! An alle die mir mit Ihren Mitteilungen per WhatsApp oder per SMS oder bei Facebook haben zukommen lassen! Ich habe mich über alles gefreut!

    Nun gehe ich laaaaange schlafen! Freue mich auch darauf! ;-)

  • 15.05.2015 bis nach Ochtrup!Datum05.02.2015 21:00
    Thema von Bernd Degwer im Forum Tagesberichte von unte...

    Heute erfolgt der Bericht mal etwas später, aber das hat auch seinen Grund, aber lest selber:
    Gemeinsam mit Christoph, der auch bei Gary geschlafen hat, frühstücken wir. Ein echtes „Männerfrühstück“ wie Gary feststellt. Keiner redet, alle haben ihr Handy in der Hand und surfen bei Facebook! Nach diesem Kommentar lachen wir alle, aber auch die Handys sinken auf den Tisch und wir reden. Es gibt übrigens -unter anderem- frisch gelegte Eier von Gary´s Hühnern, lecker!

    Beide wollen mich heute begleiten. Den erste Termin haben wir bei der örtlichen Tageszeitung in Otterndorf. Ich bin auf den morgigen Bericht gespannt! Danach will mir Gary die Urlaubssiedlung und den See „Achtern Diek“ zeigen. Ich muss schmunzeln, weil mein erster eigener Urlaub ging hierher. Schon mehr als 30 Jahre her. Es ging mit meiner 80er Vespa -zu zweit- bis hierher in eine Ferienwohnung. Im letzten Sommer hat es mir meine Tochter nachgemacht und war hier in der Jugendherberge. Trotzdem schön,das hier mal alles wieder zu sehen!
    Weiter geht es nach Cuxhaven.Wir fahren durch den Frachthafen bis an das Hafenbecken, auf der anderen Seite von der „Alten Liebe“. Drüben wimmelt es nur so von Touristen, da beschließen wir, nicht direkt dort hin zu fahren! Es ist halt langes Wochenende und die Touristen sind daher zahlreich erschienen! Wir beobachten noch ein riesiges Containerschiff, das an Cuxhaven vorbei in die Nordsee fährt! Dann geht es weiter zum Aeronauticum in Cuxhaven, ein Museum der Deutschen Luftschiff- und Marineflieger! Nur ein kurzer Fotostop vor dem großen Flugzeug, das direkt an der Straße steht. Sicher wäre es interessant einmal die gesamte Ausstellung hier zu besichtigen, heute und in diesem Urlaub aber nicht!

    In Dorum geht es in den Hafen, wo es den Motorradtreff an „Peter´s Fischkombüse“ gibt. Hier gibt es die besten Fischbrötchen und es ja ist selbstverständlich, das ich diese Behauptung „kontrollieren“ muss! ;-) War sehr lecker! Der Chef des Imbisses verspricht, dass er was spenden wird. „Aber nur gegen Quittung! Ich will ja dem Staat nichts schenken! Richtig so, er bekommt die Internetadresse des Forums, auf dem die Kontoverbindung steht!
    Danach wird die Fahrt sehr interessant, es geht direkt durch den Containerhafen, bzw. zu den Autoverlade-Terminals! Riesige bauchige Schiffe liegen hier und es werden Autos von Kia und Co. ausgeladen aber auch deutsche Fabrikate verschifft! Auch riesige Landmaschinen und Panzer warten hier auf ihre Verladung!
    Wir kommen direkt im „Alten Hafen“ von Bremerhaven heraus, wo das Klimahaus , das architektonisch interessante „Atlantic-Hotel“ und das Conferenc-Center Bremerhaven!
    Das Klimahaus Bremerhaven ist eine wissenschaftliche Ausstellung genau auf dem 8. Längengrad Ost. Innen besteht die Möglichkeit einer virtuellen Reise,einmal rund um die Welt, entlang dieses Längengrades zu machen! Man bekommt gezeigt, wie der Klimawandel entlang des 8 Längengrades die Natur beeinflusst bzw zerstört!
    Ich bin im Eröffnungsjahr -2009- einmal mit meinem Sohn hier gewesen. Unnötig zu erklären wie wir hierhin angereist sind: natürlich mit dem Motorrad!

    Nun setzen wir mit der Fähre über die Weser. Es rummst ganz schön, als die Fähre anlegt! Na, da müssen wir unsere Motorräder aber gut festhalten, wenn der Kapitän immer so anlegt. Die Fahrt dauert ca. 9 Minuten!
    Auf der anderen Seite geht es dann zügig weiter. Wir fahren einmal entlang des Jadebusens. An der Westseite gibt es den Ort Dangast. Hier gibt es im Kurhaus, ein tolles Kaffee, wo es -Gary's Angaben zu folge- den besten Rabarbakuchen Deutschlands gibt! Auch hier mache ich einen erfolgreichen „Selbstversuch“. Wir haben nun fast 150km gemeinsam gefahren und meine beiden Begleiter müssen ja noch wieder zurück! Also verabschieden wir nun uns voneinander.
    Wieder endet eine schöne Zeit mit neuen Freunde!
    Ich fahre nun alleine durch die gesamten Nordseebäder die hinter den Nordseeinseln liegen. Vorbei an Carolinensiel, Neuharlingersiel, Bensersiel, Dornumersiel bis nach Norddeich. Hier ist wohl heute ein Drachenfest. Hunderte von kleinen und auch riesig große der Flugkörper am Seil hängen an ihren Drachenschnüren in der Kuft! Das ist schon ein sehr imposanter Anblick!!!

    Das beste am Tag kommt aber jetzt rst. Nachdem Marianne gestern schon einmal so was angedeutet hat, meldet sie mir heute tatsächlich „ich fahre Dir jetzt entgegen. Freue mich schon auf Dich, bis gleich!“ Ich freue mich riesig und kann es eigentlichgar nicht abwarten sie in meine Arme zu schließen.Immerhin bin ich nun schon 15 Tage weg vo zuhause! Es war zwar nicht langweilig und alle Tage waren schön, aber nun freue mích mich richtig!!! Da lasse ich auch ie Häfen von Greetsiel und Emden „rechts liegen“ , ebenso das schöne Papenburg im Emsland. Die dort ansässige Meyer-Werft habe ich schon zweimal besichtigt. Echt zu empfehlen, aber ich kenne das ja und brause daran vorbei. Erstmals nutze ich auf dieser Tour die Autobahn. Gleich zwei Gründe sind es, die meine Entscheidung beeinflussen, Erstens natürlich möchte ich Marianne so weit wie Möglich entgegen kommen und zweitens ist mein Vorderreifen nun endgültig an den Verschleißmarken angekommen. (Teilweise schon kaum noch erkennbares Profil! Zu oft bremsen darf ich nun mit diesem Reifen nicht mehr. Also rolle ich „zügig“ über die A31 gen Süden. In Ochtrup treffen wir aufeinander! Wir finden ein tolles Hotel direkt in der Stadt. Wir essen noch was leckeres im hauseigenen Restaurant und ich fallen dann müde ins Bett. Immerhin habe ich nun heute 480km hinter mich gebracht!

    Ich war es heute erstmals „leid“ meine Geschichte zum Kinderhospiz zu erzählen und bin daher mit einer leeren Spardose hier angekommen! Ich bin einfach nur geschafft von den letzten 15 Tagen und freue mich schon auf´´Zuhause! So toll und einmalig die letzten Tage waren, ihr habt es sicher schon beim schreiben / bzw. lesen gemerkt, ich bin echt geschafft
    Sehr glücklich, schlafe ich Abends mit Marianne im Arm ein!

    So nun noch was, wenn ich euch mal direkt ansprechen darf! Jeden Tag lesen ca. 200 Leute diese Berichte, das macht mich stolz! Noch stolzer wäre ich, wenn diejenigen, denen ich „die Frühstücklektüre“ biete oder die einfach nur so mitlesen ganz einfach die bisherige Spendensumme aufstocken würden. Wenn einfach jeder 5,-EUR geben könnte (gerne mehr ;-) ) , das tut den meisten nicht weh! Natürlich sind da alle, die ich unterwegs getroffen habe und die schon was gegeben haben ausgenommen! Ihr habt schon alle was gegeben! Danke euch!!!
    Ich persönlich werde die bisher gesammelten ungefähr 1245,- EUR auf glatte 1400,-EUR aufstocken!
    Wenn dann jeder auch noch einen kleinen Teil dazu tut, was wäre toll! Dann einfach an die Bankverbindung des Ambulaten Kinderhospitzvereines in Unna . Hier die Daten!

    Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst Kreis Unna e.V.
    Sparkasse Unna/Kamen
    BLZ: 443 613 42
    Kontonr: 115006
    SWIFT-BIC: WELADED1UNN
    IBAN: DE35 4435 0060 0000 1150 06
    Verwendungszweck: Rund-Deutschland

    EInfach sofort machen, dann vergisst man es gar nicht erst wieder! Ich fände das toll!

  • 14.05.2014 bis nach Wanna bei CuxhavenDatum05.02.2015 20:59
    Thema von Bernd Degwer im Forum Tagesberichte von unte...

    Der Morgen beginnt schon toll. Ich habe ein Zimmer ohne Frühstück gebucht und bekomme aber Brötchen und Kaffee geschenkt!!! Hier in der Pension Seestern freut man sich wirklich sehr, mich beherbergen zu „dürfen“! Gerne komme ich wieder. http://www.pension-seestern-nordsee.de/ Wir gehen beim morgendlichen Gespräch zum „Du“ über und Norbert , so heißt der Pensionswirt zeigt mir beim beladen des Motorrades noch seine zwei Huskys! Zwei ganz verspielte Tiere, die sich über meinen Besuch im Garten freuen.
    Da höre ich ein bekanntes Geräusch in der Straße, ein Motorrad! Pünktlich um 10:00Uhr kommt Frank von den „Kilometerfressern“ mit seiner K1300 angefahren.

    Mit dem ganzen Temperament, das einem Norddeutschen ja in die Wiege gelegt wird, begrüßt es mich: „Moin“ ;-)
    Ich hatte eigentlich ein etwas schlechtes Gewissen, ihn, am Herrentag/Vatertag um diese frühe Stunde zum Mitfahren verleitet zu haben. Frank ist aber Landwirt und er ist schon um 06:00Uhr beim Melken gewesen, wie ich im Laufe des Tages erfahre.
    Bei der Abfahrt werden wir wie Freunde verabschiedet. Ja, die habe ich hier in Dagebüll wohl auch gefunden. Sicher komme ich hier noch einmal her!
    Frank zeigt mir als erstes Husum. Wir fahren auf den Rathausplatz direkt vor den Tine-Brunnen. Die Anna Catharina (Tine) Asmussen , die hier auf dem Brunnen thront, hat wohl mal die Bevölkerung von Husum vor einer Flut gerettet, so die Sage. Da hat man ihr zu Ehren im Jahre 1902 diesen Brunnen gebaut.
    Weiter geht es, mit den Motorrädern zum Hafen. Hier werden hauptsächlich Krabben gefangen. Bis auf einen Kutter sind alle auf See. Klar, das wir uns davor fotografieren lassen. Wieder folgt ein nettes Gespräch ….. ich kann aber auch penetrant sein! ;-)

    Nun fahren wir ein Stück ins Inland, nach Schwabstedt. Hier wird gerade für das große Fest des hiesigen Motorradclubs, das an diesem langen Wochenende stattfindet, aufgebaut. Die Motorradfreunde Trenee, denen Frank auch angehört, können wohl feiern! Die Zelte stehen schon und die Musikanlage wird gerade mit ein paar Liedern von AC/DC „warm gespielt“. Auf jeden Fall funktioniert der Verstärker...... ich freue mich jetzt gerade auf das Konzert von AC/DC in Gelsenkirchen, wo ich demnächst, zusammen mit Marianne und Freunden, hingehen werde.
    Alle, mit der Organisationsarbeit beschäftigten strömen zusammen, um uns zu begrüßen! Wir machen „zwei/drei“ Fotos mit der Vereinsfahne und dann bekomme ich 100,-EUR (!!!!) aus der Vereinskasse für den deutschen Kinderhospizverein in meine Spardose gesteckt! Leute, ihr seid super!!! Danke!!!
    Die Motorradfreunde Trenee sind echt ein starker Verein, so scheint es mir! Gerne hätte ich mit euch gefeiert, aber ich muss ja weiter reisen, manchmal etwas schade!

    Weiter geht die Fahrt nach St. Peter-Ording. Dieser Strand hier ist einfach nur schön und läd zum Verweilen ein! Heute allerdings weniger. Während zuhause die Sonne lacht, laufen wir hier bei Nieselregen und 9 Grad Luft- und 12 Grad Wasser-Temperatur an den Strand. Dazu bläst ein frischer Wind, der aber schon lange nicht mehr so stark ist wie gestern! Kein echtes Strandwetter und Fotos kann man bei der Wetterlage auch keinen schönen machen. Ich weiß aber um den schönen, fast weißen, Strand der unendlich breit ist! Ein schönes Fleckchen Deutschland hier, leider heute bei falschem Wetter!

    Wir fahren zum Motorradtreff an das Eidersperrwerk. Das Eidersperrwerk befindet sich an der Mündung der Eider in die Nordsee bei Tönning in Schleswig-Holstein. Hauptzweck ist der Schutz vor Sturmfluten der Nordsee, es ist das größte deutsche Küstenbauwerk. Immer wieder gab es durch Sturmfluten, die bis in die Eider gedrückt haben starke Überflutungen, fast bis nach Rendsburg! Seit dem 20.03.1973 ist das mit dem Sperrwerk Geschichte.
    Frank, so erfahre ich im Laufe des Tages, lässt selten ein Jahr vergehen, wo er nicht zusammen mit seiner Frau, eine Motorradreise macht! Immerhin hat nun schon 100.000 Kilometer mit seinem Motorrad weg, obwohl es erst ca. 5 Jahre alt ist ( glaube ich mir so gemerkt zu haben) Ein echter Kilometerfresser eben!
    Er begleitet mich noch weiter nach Süden, jedoch in Meldorf muss er sich verabschieden. Die Kühe haben auch keinen Feiertag! Es lässt es sich aber nicht nehmen, vorher auch noch was in die Spendendose zu stecken! Danke nochmals!! Für den schönen Tag und Deine Spende!

    Ich fahre alleine weiter. Als Geschäftsführer einer Betreibergesellschaft einer Windkraftanlage kenne ich den Kaiser-Wilhelm-Koog, war aber noch nie da. Dies ändere ich heute.
    Da der Kaiser-Wilhelm-Koog eine der windreichsten Gemeinden an der Nordseeküste ist, wurde sie zum Standort für ein Windenergieanlagen-Forschungsobjekt vom Bundesministerium für Forschung und Technologie ausgewählt.
    Nach einer einjährigen Bauzeit wurde 1983 die damals größte Windenergieanlage der Welt (Growian) für Forschungszwecke in Betrieb genommen. Der Growian und somit auch Kaiser-Wilhelm-Koog wurde zum Schauplatz für Besucher aus aller Welt. Der Growian wurde nach Beendigung der Erprobungszeit 1989 wieder abgebaut, da die Versuchsanlage technische Probleme hatte. Noch immer stehen hier unterschiedlichste Typen von Windkraftanlagen.

    Unsere Windkraftanlage produziert mittlerweile 20 Jahre fast störungsfrei ihren Strom und alle 56 Bürger, die sich damals am Projekt beteiligt haben, waren ebenso wie ich, Pioniere der Windkraftnutzung! Für mich ein „wichtiger“ Termin, ihr merkt es schon, sorry.

    Also, nach einer ganzen Fotoserie wieder auf das Motorrad und weiter nach Süden. In Brunsbüttel geht es dann heute wieder zurück über den Nord-Ostee-Kanal. Diesmal mit der Fähre, die aber kostenlos fährt. Alle Fähren über künstliche Wasserstraßen sind kostenlos!
    Den Nord-Ostsee-Kanal gibt es schon lange! Bereitsam 21. Juni 1895 konnte nach acht Jahren Bauzeit Kaiser Wilhelm II. den neuen Wasserweg eröffnen. Der Nord-Ostsee-Kanal ( Bis1948 Kaiser-Wilhelm-Kanal) verbindet die Nordsee (Elbmündung) mit der Ostsee (Kieler Förde). Diese Bundeswasserstraße ist die meistbefahrene künstliche Wasserstraße für Seeschiffe weltweit. Im Jahr 2014
    passierten ihn rund 32.600 Schiffe!
    Und heute fahre ich auch darüber. Es gibt zwar eine Menge Brücken, aber wenn man schon mal hier ist, will ich auch „in See stechen“ ….

    Nette Gespräche mit anderen Motorradfahrern auf der Fähre.... immer wieder merke ich, Motorradfahrer sind echt unkompliziert. Egal ob Nord-Süd- Ost- oder Westdeutschland, das ist überall gleich!



    Weiter geht es entlang Elbe. Um mir die Innenstadt von Hamburg zu ersparen, geht es keine 40 Kilometer nach der Fähre über den Kanal nun auf die Elbfähre bei Glückstadt.
    Ich spreche einen Fahrer einer R1100GS an, ob er bei Facebook ist, „Ja, aber nicht regelmäßig“ bekomme ich zur Antwort, er kennt wohl auch Dein Forum, liebe Maike, aber schaut da eher selten. Heute Abend wird er gucken, denke ich. Wir reden eine ganze Zeit miteinander.
    Wieder am Motorrad gibt es die Fragen nach den Koffer-Aufklebern, ob ich da schon überall war.... der nächste Motorradfahrer. Er bekommt eine Visitenkarte , mit der Internetadresse dieser Seite hier, von mir und er will heute Abend auch gucken. Hallo und herzlich willkommen!
    Er begleitet mich noch ein Stück auf dem Weg nach Cuxhaven. Ich muss aber einmal kurz anhalten. Der Tachostand von 44.444 KM ist erreicht! Das muss ich kurz fotografieren. In Venlo, am 01.05. hatte ich zwei Kilometer vor der Grenze den Tachostand von 40.000 Km erreicht. Somit bin ich nun 4444 Kilometer entlang der Deutschen Grenzen gefahren!
    Am letzten Kreisverkehr, in Otterndorf stehen zwei Motorradfahrer am Straßenrand Christoph und Gary , bei dem ich schlafen werde, sind mir ein Stück entgegen gefahren und warten hier auf mich. Ich erkenne sie sofort an ihren „Kutten“ des Motorradclubs „Eagles of Darknes“ (Kein Tipfehler, das fehlende „s“ ist deren Markenzeichen!
    Es gibt ein großes „Hallo“ und dann fahren wir zu Gary nach Hause. Kurz umziehen und duschen, dann geht es auf zum Clubhaus, wo alle Mitglieder heute ein wenig feiern wollen.
    Ich werde zwar herzlich begrüßt, aber auch kritische Fragen werden gestellt..... das erste Mal auf der Tour!
    Ehrlich gesagt, habe ich mich die ganze Tour schon gefragt, „Wirke ich so seriös? Die Leute stecken mir einfach Geld in eine Blechdose, und glauben mir einfach, wenn ich sage, das Geld kommt an, da wo es benötigt wird!“
    Anders hier!!! und das ist ihr gutes Recht. Wer mir Geld gibt, soll auch wissen, wem er das gibt und wofür ich das weitergebe. Schnell ist aber alles geklärt und man vertraut mir auch hier. Die „Eagles of Darknes“ haben -trotz aller vorherigen Bedenken- Geld gesammelt und wieder wechselt eine großzügige Summe ihren Besitzer. Es gibt auch hier ein Gruppenfoto mit Vereinwappen und dann wird gefeiert und gegrillt. Endlich bekomme ich auf meiner Tour mal was zu essen …... Ohne Worte!

    Irgendwann verabschieden Gary, Christoph und ich uns am Clubhaus, denn der Gary will mir noch seine Whisky-Sammlung zeigen ….. was er dann auch tut. Wir probieren uns „so durch“ und es wird ein lustiger und interessanter Abend!
    Gary überrascht mich noch mit neuen Blinkergläsern. Eins war mir bei meinem Sturz in Bayern gebrochen und er hat kurzerhand neue besorgt! Den Kaufpreis, den ich ihm nicht erstatten darf, habe ich ebenfalls als Spende in die Dose getan!

    Beim Leeren der Spardose heute bekomme ich noch bessere Laune! 215,-EUR sind insgesamt zusammen gekommen. Na gut, erst nachdem Gary und Christoph noch was in die Dose getan haben. „“Weil es sich so besser anhört“, runde ich den Betrag auf 222,-EUR auf, weil es sich doch besser liest!
    Ich bezahle mal hier noch den getrunkenen Whisky und heute Morgen habe ich ja auch -wegen der Guten Sache- den Kaffee nicht bezahlen dürfen. Nun ist alles bezahlt.
    Ein toller Tag geht (viel zu früh) zu Ende. Diese Zeilen habe ich erst am nächsten Morgen schreiben können. Ich bin einfach sofort eingeschlafen! War wohl doch Zeit schlafen zu gehen....!

  • 13.05.2015 bis nach DagebüllDatum05.02.2015 20:57
    Thema von Bernd Degwer im Forum Tagesberichte von unte...

    Heute geht es zum nördlichsten Punkt während meiner Tour und somit zum nördlichsten Punkt in Deutschland!
    Nach dem Frühstück hole ich mir noch den Geocache neben dem Hotel, besuche noch kurz die wirklich schöne Kirche und dann fahre ich nach Norden. Erst immer an der Ostseeküste entlang ....natürlich kleinste Straßen! Die ganze Zeit begleiten mich dunkle Wolken und Sonnenschein im Wechsel. Das gibt zwar tolle Bilder (blauer Himmel im Rückspiegel und schwarze Wolken voraus) aber wirklich Spaß macht es nicht, wieder nur im Regenkombi zu fahren! Dazu kommt noch ein sehr boeiger Wind!
    Ich finde die Streckenempfehlungen der „jungen Dame“ aus dem Restaurant Aurora! (Leider habe ich vergessen nach ihrem Namen zu fragen!) Danke sag ich mal hier! Du wolltest ja nun mitlesen! ;-) Melde Dich mal bei Facebook! Am empfohlenem Motorradtreff ist leider nicht ein Motorrad, was ich bei dem Wetter verstehen kann. Es ist echt saukalt und stürmisch! Du bist aber trotzdem mit dem Motorrad zur Arbeit (zum Hotel) gekommen! Toll!

    In Wackerballig, in der Flensburger Förde mache ich den ersten Fotostop. Hier habe ich mal zwei Jahre mein Segelboot liegen gehabt und ich gehe sehnsüchtig auf den Steg zu den Booten, „mein“ Platz ist sogar leer....... Nebenan nutzen die Kytesurfer den starken Wind. Ich fahre lieber schnell weiter, bevor ich auf die Preisschilder der Boote, die hier mit dem Schild „for sale“ , markiert sind, schaue.

    Weiter durch Gelting geht es entlang der Flensburger Förde, die gleichzeitig die Grenze zu Dänemark markiert, bis nach Flensburg.
    Hier habe ich heute Morgen einen „Pressetermin“ mit der „shz“, der Schleswig-Holsteinischen Zeitungsgruppe vereinbart. Die „Jungredakteurin“ (kommt aus Bochum ;-) ) ist gleich genauso begeistert von meiner Aktion, wie die zwei Damen an der Rezeption! Ich soll für das Foto doch bitte vor den Haupteingang fahren, was über die seitliche Rampe kein Problem ist. Die dreistufige Treppe würde evtl. auch klappen, aber ich will es ja nicht übertreiben. Ein paar Fotos und Fragen und schon sind wir fertig! Nicht zuletzt, weil ich ja auch eine vorgeschriebene Presseerklärung habe, aus der alles hervor geht! Ach ja, die beiden Damen an der Rezeption spenden auch noch, allerdings nur kleine Tütchen mit Gummibärchen, die sind für mich! ;-)
    Ich will ja auch Öffentlichkeitsarbeit für den Kinderhospitzverein machen! Neben dem Geld sammeln ein weiterer Zweck meiner Reise!
    Apropos Geld sammeln, gestern hab ich geschrieben, das es nun 911,-EUR sind. Da hatte ich einen Rechenfehler. Ich habe mir jetzt endlich mal eine Exceltabelle gemacht, um den genauen Stand der Sammlung zu haben. Es sind 990,-EUR!!!!
    Der kurze Fotostop am Kraftfahrtbundesamt (der Punktestelle der Führerscheininhaber) versteht sich von selbst und nach dem Veröffentlichen des Fotos bei Facebook gibt es natürlich sofort Kommentare dazu.
    Ich will noch ein paar Fotos vor der Hafenkulisse und als ich das Motorrad genau an dem (für Fahrzeuge gesperrten) Anleger positioniert habe, spreche ich eine junge Frau (Ive, ist ihr Name wie ich später erfahre) an, ob sie nicht ein Foto von mir und dem Motorrad vor dem Hafen machen kann. Natürlich macht sie das und wir kommen ins Gespräch.
    Ive wohnt in Flensburg und hat den kleinen Hylvi (vielleicht ein Jahr alt) im Kinderwagen dabei. Zusammen mit seiner Tante Dorothee bummeln sie gerade hier im Hafen. Als sie von der Spendensumme (990,-EUR) hört, sagt sie, „Ich mache jetzt die 1000,-EUR voll“ und steckt 10,-EUR in die Spardose! Läuft!!! Danke Ive, das war super! Sie will ab jetzt auf jeden Fall mitlesen, Herzlich Willkommen Ive!
    Sie empfiehlt mir noch „Bens-Fischbrötchenstand“ , der mit dem „letzten Fischbrötchen vor der Grenze“ wirbt! Natürlich folge ich dieser Empfehlung und was soll ich sagen, der Fisch ist lecker selbst das Brötchen schmeckt gut!
    Entlang der Grenze schlängelt sich nun eine Landstraße, der ich folge. An einer ganz kleinen Straße biege ich nach Norden ab, ich bin sofort in Dänemark, in Aabenraa. Der Grenzübergang ist eher ein Feldweg und das Grenzerhäuschen steht ohne Fenster am Straßenrand. Innen stehen sogar noch Stühle und eine Holzgarderobe hängt noch an der Wand, irgendwie gespenstisch. Nach einem Fotostop geht es dann weiter nach Westen und noch ein wenig nach Norden.
    In Rodenäs gibt es das nördlichste Cafe Deutschlands und auch den nördlichsten Punkt Deutschlands! Der wirklich nördlichste Punkt in Deutschland liegt auf der Insel Sylt und ist der Ellenbogen, nördlich von List, der nördlichsten Stadt von Deutschland. Ich fahre aber keine Inseln, kein Rügen, kein Fehmarn und kein Sylt!

    Auf dem Aufsteller vor dem Cafe steht frisch mit Kreide geschrieben „ Geöffnet 14:00-19:00Uhr! Na prima, es ist 15:30Uhr und wegen der heute nur 8 Grad kalten Luft und dem starken Wind, freue ich mich auf ein heißes Getränk! Ganz klein an der Tür steht dann, „Geöffnet von Donnerstag – Sonntag“ … heute ist Mittwoch. „Etwas“ sauer gehe ich zurück zum Parkplatz auf der anderen Straßenseite und pflüge beim losfahren erst einmal ein wenig den losen Kies, der hier liegt „zurecht“ ….. Sollen die doch wenigstens den Aufsteller wegnehmen!

    Etwas tiefer, in Emmelsbüll-Horsbüll habe ich mehr Glück! Im Gasthof bekomme ich nicht nur heißen Kaffee, sondern auch eine wirklich frisch zubereitete Waffel mit Eis und Sahne freundlich serviert! Die Tour der Kalorien geht weiter …... aber es schmeckt mir gut. Ich wundere mich über den eingestellten Radiosender „SWR1“ , erfahre aber, dass die Bedienung aus dem Raum Stuttgart kommt, wie sie mir erzählt! „Reden ist Gold“ stelle ich wieder einmal fest. Der Gasthof Südwesthörn steht direkt hinterm Deich und ich fahre einmal kurz, für einen Fotohalt das Motorrad oben auf den Deich! Tolle Bilder!
    Nun geht es langsam nach Süden und ab sofort nähere ich mich der Heimat immer nur aus einer Richtung, aus Nord! Ich habe über Facebook für morgen früh das Angebot von Frank, einem Motorradfahrer aus der Region, dass er mir seine Gegend zeigen möchte. Gerne lasse ich mich führen! Endlich wieder eine Begleitung! Wir verabreden uns um 10:00Uhr in Dagebüll und ich suche mir dort nun eine Bleibe.
    In Niebüll, wo ich eigentlich die Verladestation der Autos nach Sylt besuchen will, surfe ich bei Booking.com und finde die günstige Pension „Seestern“ und buche direkt! Auf dem Weg zur Verladestation ist dann schon Stau und viel Verkehr... es ist ja langes Wochenende und viele Leute wollen wohl nach Sylt. Ich verzichte auf das Gedränge und fahre direkt zur Küste nach Dagebüll.
    Als ich an der Pension ankomme, werde ich freudig empfangen und mir wird für mein Motorrad ein Parkplatz in der Einfahrt, neben dem eigenen Eingang für mein Zimmer, gezeigt. Die Gastgeber sind „sehr international“! Sie haben jahrelang in Neuseeland im Tourismus gearbeitet und gelebt. Ich erfahre, dass sie ursprünglich aus Rumänien kommt und er aus Deutschland. Erst seit einem Jahr sind sie wieder hier in Deutschland, wo sie dieses Haus gekauft haben und eben jetzt die „Pension Seestern“ betreiben. Wir reden lange zusammen und so kommen wir natürlich auch auf den Zweck meiner Reise zu sprechen. Ohne langes Zögern wird mir auf den Preis ein Rabatt von 20,-EUR eingeräumt, obwohl ich -zur Zeit- der einzige Gast bin! Die beiden sind in Ordnung und wer an der Küste der Nordsee Urlaub machen möchte, sollte sich diese Pension merken!! http://www.pension-seestern-nordsee.de/ Die 20,-EUR spende ich natürlich!

    Ich gehe noch kurz, warm eingepackt, weil es echt „saukalt“ und windig ist, auf den Deich und an den Strand. Den Strand habe ich ganz für mich alleine. Nach 10 Minuten muss ich hinter den Deich, es ist zu kalt! Dort kehre ich noch in die Strandbar „Der Austernfischer Dagebüll“ ein. Zu Essen gibt es leider nichts mehr, ich habe ja Reserven! Aber dafür hat der Wirt wohl den gleichen Whiskeygeschmack wie ich … ich probiere mich so durch und genieße die vorwiegend schottischen Flüssigkeiten, bevor ich dann doch zurück in die Pension gehe, wo ich diese Zeilen noch schreibe. (Bitte entschuldigt Formulierungs- und Rechtschreibfehler daher !!!! )

    Ich bin gespannt auf Morgen. Endlich wieder eine Begleitung und dann auch noch Abends bei Gary in Cuxhaven, einem Motorradfahrer auf den ich mich schon sehr freue, ein Bleibe für die Nacht!

    Leute, das reisen so, wie heute, macht richtig Spaß. Ich bin 150 Kilometer gefahren habe viel gesehen und Leute zum reden getroffen. Aber mehr Kilometer schafft man nicht, wenn man Begegnungen will.
    Immer wieder höre und lese ich, „Das mache ich auch mal“ oder „Ich fahre mal Deine Tour nach“.
    Leute macht es nicht, so wie ich es getan habe, war es echt total anstrengend!!! Wenn man wirklich was sehen möchte, braucht man mehr Zeit oder macht besser nur einen Teil die Umrundung! Auch gehört dazu, einfach auf die Leute zuzugehen und sie anzusprechen. Man muss mit Enttäuschungen umgehen können, wenn man „abblitzt“, obwohl mir das nur einmal passiert ist. Natürlich ist da „meine gute Sache“ eine große Hilfe gewesen. Ohne den Charity-Hintergrund wären nur die Hälfte der Begegnungen so gut verlaufen! Obwohl ich ja „extrem kommunikativ“ bin -wie meine Freunde sicher bestätigen können- wäre die Tour eine andere geworden, ohne meine Hilfsgedanken im Hintergrund! Man muss schon ein wenig zum Exhibitionismus neigen, wenn man so was durchziehen will! Wer würde sonst solche Tagebücher schreiben und veröffentlichen wollen?
    Ich will aber keinen abhalten auch etwas ähnliches zu tun, aber überlegt es euch gut!

    Eins noch: Aber glaubt ja nicht, hier steht alles was ich auf der Tour erlebt habe. Da gibt es soooo viele schöne (und auch nicht so schöne) kleine Anekdoten, die ich aber nicht öffentlich erzählen werde. (Punkt!!)
    Bestärkt haben mich auf meiner Reise auch die „Zwischentöne“ von euch, per Email, per PN bei Facebook, per SMS oder per WhatsApp. Das war immer wieder toll und hat mir viel Kraft gegeben! Oder denkt Ihr, es wäre einfach gewesen, die Nerven zu finden, mit dem anfangs kaputten Motorrad, nach dem kleinen Unfall, einfach weiter zu fahren! Da hat euer Zuspruch (aber auch die direkte Hilfe einiger weniger) sehr geholfen!
    Danke!

    Fazit des Tages: 30,-EUR (20,-Eur von der Pension und 10,-EUR von Ive) wandern auf das Spendenkonto!! Es war ein total relaxter aber auch kalter Tag!

  • 12.05.2015 bis nach Kappeln! Datum05.02.2015 20:56
    Thema von Bernd Degwer im Forum Tagesberichte von unte...

    Gestern Abend bin ich dann noch ins Spargelhaus. Hier arbeiteten Chef und Chefin zusammen mit einer Helferin. Der Spargel wird gewaschen und dann wird mit einer Maschine der Spargel gleichmäßig ablängt, um den „holzigen“ Teil des Spargels abzuteilen, wie mir erklärt wird. Danach wird der Spargel nach Größe und Qualität -von Hand- sortiert. Nun weiß ich auch warum der Spargel so teuer ist! Nicht nur die Ernte sondern auch die Nachbearbeitung ist reine Handarbeit. Von wegenb, da verdient man sich ne goldene Nase mit! Hartr erarbeitet alles. Ein paar Handreichungen traue ich mich zu machen, aber ansonsten kümmere ich mich um den Hofhund, der ganz verrückt nach Streicheleinheiten ist!!!
    Dann noch ein „Gute-Nacht-Bier“ mit Hans-Hellmuth und es ist schon wieder nach Mitternacht.

    Das merke ich dann morgens auch. Ich schlafe bis 09:00Uhr, was für mich wirklich total lange ist. Immer werde ich um 05:30Uhr wach und lese dann oder stehe auf. Ich starte dann, nach dem obligatorischen „Gastgeber-Fotoshooting“ langsam Richtung Warnemünde. In Rostock am Stadthafen lege ich eine kurze Pause ein. Ich stehe direkt an der Stelle, wo ich früher schon einmal mit Freunden ein Segelboot übernommen habe, das wir gechartert hatten. Nun liegen die Yachten alle etwas näher am Meer, also etwas nördlicher!
    In Warnemünde liegen gleich zwei Kreuzfahrtschiffe. Ich stelle mir mein Motorrad davor und mache Fotos..... tauschen mit denen an Bord, neee das möchte ich nicht. Auch wenn meine Reise total anstrengend ist und ich wenig Ruhe für mich finde, ne so möchte ich meinen Urlaub nicht verbringen. Allein die vielen kleinen Balkone, da sitzt man die die Hühner auf der Stange. Lieber setze ich mich auf mein Motorrad und blinzel leicht zum Himmel, der sich gerade beginnt grau zu färben. … genau im Westen, da will ich eigentlich hin. Entlang der Bäderstraße geht es durch Nienhagen, Kühlungsborn bis Wismar. Und von wegen „an de See gibt es keine Kurven“ ich bin mit der „Ausbeute“ zufrieden, auch wenn es keine Alpenpässe sind, das ist klar, so macht es doch Spaß hier zu fahren.
    In Wismar parke ich direkt im alten Hafen und esse mir ein leckeren Backfisch im schlechten Brötchen (Markus du hattest Recht!) Dann lasse ich mich noch vor den Schiffen fotografieren.
    Hinter Wismar beschließe, in Tarnewitz, droht der graue Himmel mit so viel Regen und an der Straße steht ein Schild vor dem Cafe, auf dem mit selbst gemachtem Kuchen geworben wird. Also, Blinker an und ab auf den Parkplatz. So ein Stück Kuchen geht immer!
    Der Kuchen ist lecker und ich genieße es, wie der Regenschauer an die Scheiben prasselt. Sofort danach kommt die Sonne zum Vorscheinen und ich tue es ihr gleich. Als der Himmel sich in Fahrtrichtung ein zweites Mal verfinstert, gehe ich kurz in eine der vielen Umkleidekabinen die hier am Straßenrand stehen. Manchmal halten davor auch Busse und Fahrpläne hängen da auch. Mir ist die Sitzgelegenheit dort sehr genehm, da meine Regenhose nicht über die Crossstiefel passt, sondern ich mich dieser kurz entledigen muss, um die Regenhose anzuziehen. Diese Drohung nimmt der Wettergott ernst und ich fahre bis zur Priwall-Fähre in der Sonne. Kaum habe ich in Travemünde wieder festen Boden unter den Füßen holen mich Kindheitserinnerungen ein. Ungefähr 10 Jahre bin ich mit meinen Eltern und meinen beiden Schwestern nach Niendorf in den Urlaub gefahren und eines der Highlights was immer die Radtour nach Travemünde, „da wo die großen Schiffe anlanden“. Ebenso wollte ich immer „so reich“ sein, um einmal im Maritim-Hotel ein Zimmer anmieten zu können. Als ich heute vor dem Hochhaus aus den 70igern stehe, reizt mich das in etwa genauso viel, wie es die Kreuzfahrtschiffe vorhin getan haben: Gar nicht!! Trotzdem, eben ein Kindheitstraum.
    Entlang der Brodener Steilufers fahre ich nun nach Niendorf, wo ich kurz im Hafen einen Halt einlege und mit meiner Schwester -per WhatsApp- das beliebte Spiel „Wo bin ich“ spiele. Ich schicke ihr ein Foto und sie darf raten, wo ich bin.
    Immer noch fahre ich im Regenzeug entlang der Lübecker Bucht. Durch Niendorf, Timmendorf und Scharbeutz geht es aber immer nur im Schrittempo, so dass ich beschließe lieber die Umgehungsstraße bzw. die Bundesstraße zu nehmen. Nun hält sich der Regen auch nicht mehr zurück und immer wieder sehe ich -in den sonnigen Pausen- einen Regenbogen, meist im Rückspiegel.
    Es geht vorbei an Fehmarn im Regen, nach Laboe zum Marine Ehrenmal. Direkt am Strand steht ein hoher Turm und davor ein U-Boot Das Marine-Ehrenmal in Laboe ist als Gedenkstätte für die im Ersten Weltkrieg gefallenen deutschen Marinesoldaten 1927-1936 errichtet worden. Später kam das Gedenken an die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Angehörigen der Kriegsmarine hinzu. Seit der Übernahme durch den Deutschen Marinebund am 30. Mai 1954 erinnert das Ehrenmal an die auf den Meeren gebliebenen Seeleute aller Nationen und mahnt eine friedliche Seefahrt auf freien Meeren an.
    Zusammen mit dem nahegelegenen Museums-U-Boot U 995 zieht das Laboer Ehrenmal zahlreiche Besucher an. Ich war auch schon mehrmals hier, das letzte Mal ist aber auch schon ein paar Jahre her. Die Treppen nach oben verkneife ich mir in den Motorradsachen!

    Weiter geht es durch Kiel, das ich aber auf Umgehungsstraßen umfahre, da ich alle zwei Jahre hier für eine Woche zu einem berufsbedingten Seminar wohne! In Juni ist es wieder soweit!
    Zur Querung des Nord-Ostsee-Kanals nutze ich die Brücke direkt hinter Kiel Holtenau! Nur ein Schiff sehe ich dort unten fahren.
    Es wird langsam spät und wirklich Lust noch viel weiter zu fahren habe ich auch nicht, also versuche ich mein Glück in zwei Pensionen in Eckernförde. Bbei der ersten macht erst gar keiner auf, obwohl ich Licht im Haus gesehen habe und an der Straße das grüne Schilde mit „Zimmer frei“ hängt. Noch besser ergeht es mir an der zweiten Pension: Auf mein Klingen folgt ein herrisches männliches „Was iss“ aus der Sprechanlage! Ich suche ein Zimmer für eine Nacht, äußere ich mein Anliegen. Als dann eine Damen erscheint, guckt sie erst mich und dann mein Motorrad an und sagt mir dann, sie habe kein Zimmer mehr. „Dann muss ich halt woanders die Einrichtung zertrümmern“, ist meine Antwort. Der alten Dame „den Kopf zu waschen“ dürfte nur ihre Vorurteile bestärken und so lasse ich sie einfach da stehen und ich fahre los ….. gut das die da in Eckernförde nicht überall Radarfallen haben... ich gebe wütend Gas.
    Das ist mir schon lange nicht mehr passiert. Ich erinnere mich an das freundliche Hotel in Kappeln was gar nicht weit weg ist und wo ich schon einmal genächtigt habe. Ich komme an einem Hinweisschild „Damp“ vorbei und erinnere mich an den Hotelbau (Bausünde der 80er Jahre), an dem ich schon mehrfach vorbei gesegelt bin. Vielleicht gibt es da ja doch noch ein Zimmer. Doch schon in nach der Ortseinfahrt gibt es hier ein Verbotsschild für Motorräder!! Michael, da sollten wir mal den Kurdirektor oder den Hotelbetreiber im Namen des Bundesverbandes der Motorradfahrer e.V. (BVDM e.V.) anschreiben und fragen, was sie sich davon versprechen!!! Also wieder kehrt und nun ohne anzuhaltennach Kappeln, in die Gastwirtschaft und Hotel, wo die Fernsehserien „Der Landarzt“ gedreht wurde. Hier vermietet man auch an „Randgruppen“. Ich bekomme ein gutes und günstiges Zimmer und esse noch eine leckere Scholle Finkenwerder Art. Sogar einen Single-Malt-Whiskey haben sie hier. Fisch muss schwimmen!
    Die junge Bedienung spricht mich auf mein Motorrad an und fragt nach dem woher und wohin und es stellt sich heraus, dass sie selbst Motorrad fährt. Sie will die Internetseite meiner Fahrt haben und will mich auf Facebook suchen (Hallo und Willkommen hier! ;-) ) Übrigens die erste Motorradfahrerin auf dieser Tour, die mich penetrant siezt! ( Habe ich heute morgen mit Panny noch drüber philosopiert.... ;-) Ich spreche sie darauf an und sie sagt, hier im Hause muss sie die Gäste siezen.... o.k. So ist das wohl in der Gastronomie … manchmal!
    Nach einem längeren Gespräch, sie reinigt mittlerweile die Zapfanlage gehe ich, als letzter Gast auch. „Rechnung bitte aus Zimmer“, fällt mir noch beim rausgehen ein vorzuschlagen! ;-)
    Und schon ist der 12.Tag meiner Reise um! Heute gab es nur eine Spende. Hans Hellmuth hat auf die Bezahlung des Bieres verzichtet, das wir gestern getrunken haben... da tu ich mal 10,-EUR auf das „Spendenkonto“. Ich bin es ja nicht, der hier Geld versucht zu sparen bzw. Vorteile aus „der Sache“ ziehen möchte!
    Nun wird es Zeit für die Nacht!
    Aktueller Spendenstand übrigens 911,-EUR!!!! Ihr seid super!

  • Thema von Bernd Degwer im Forum Tagesberichte von unte...

    Der Tag beginnt schon toll! Erst eine ruhige komfortable Nacht in einer günstigen Pension (39,-EUR/EZ) und dann noch ein hervorragendes Frühstück! Doch es soll noch besser kommen! Beim Frühstück informiere ich den Pensionswirt der Pension „Lindenhof“ in Liepgarten bei Ueckermünde, den Herrn Zeh, über den Sinn und Zweck meiner Reise! Als ich dann gepackt habe und die Rechnung begleichen will, stehen da auf der Rechnung anstatt der Abends genannten 39,-EUR nur 22,-EUR!!!! „Das ist schon so in Ordnung“ sagt Herr Zeh, dem die Pension gehört, „das ist für den guten Zweck!“ Ich bin platt, und freue mich total!! Auch wenn ich es heute Morgen vergessen habe zu sagen, so sehr habe ich mich gefreut, der gute Zweck ist ja nicht das ich günstig übernachte, sondern das möglichst viel Geld für das Kinderhospitz zusammen kommt. Wenn sie also hier mitlesen -Herr Zeh- ihr Geld kommt an! Die Differenz von 17,-EUR stecke ich also nun in die Spendendose!!! Danke für die spontane Geste! Also Leute, wer in Ueckermünde eine wirklich gute und dazu noch günstige Übernachtungsmöglichkeit such, Der „Lindenhof“ in Liepgarten bei Ückermünde ist eine Empfehlung, noch dazu hat der Wirt das Herz am rechten Fleck!

    Nun fahre ich aber los. Nach 10 mehr oder weniger anstrengenden Tagen habe ich mir heute mal eine kleine Etappe geplant! Es geht einfach 140km bis zu meinem heutigen Ziel in Sanitz. Ich will aber unbedingt entlang der Ostsee fahren und nach kurzer Umplanung stehen da 280km auf dem Navi, die es heute gilt zu bewältigen. „Ankunftszeit 14:30Uhr“, ist die weitere Information, die mir das Gerät liefert. Da ich erst um 18:00Uhr einen „Presse-Termin“ am Zielort habe, bleiben mir also 3 Stunden Zeit am Strand zu liegen oder diese anderweitig zu verbummeln.
    Ich fahre als erstes auf die Insel Usedom. Dort finde ich als erstes eine Endurostrecke des MC-Usedom. Spontan überlege ich dort zu fragen, ob ich mal fahren darf. Die Vernunft siegt allerdings und ich gucke nur kurz zu, wie Mama, Papa und er vielleicht 5-jährige Sohn über die Hügel springen! Mit meiner „Dicken“ würden die mich nur auslachen, selbst wenn ich „mal eben“ die Koffer abmache. Und, nicht auszudenken, wenn ich mir hier oben noch die Maschine kaputt fahre.
    Ansonsten „grase“ ich die Touristische Ziele hier oben ab, eine Bockwindmühle wartet auf meine Besichtigung, dann gibt es hier ein Guliver-Land mit einem liegenden Riesen. Nicht zu vergessen, die „verkehrte Welt“ , in erster Linie ein offensichtlich falsch herum konstruiertes Haus. Das Dach steht auf der Erde und der Keller ist oben!
    In Trassenheide, wo ich eigentlich eine Mitfahrer unserer früheren Motorradtouren überraschen will, gehe ich an den Strand, esse mir ein Fischbrötchen und genieße die warme Sonne!
    Dann bummel ich mit dem Motorrad weiter nach Stralsund wo im Hafen die Gorch Fock liegt. Also auch hier ein „Fototermin“ bevor ich mich auf einer Bank in die Sonne lege. Bis ich gefragt werde , „Sagen se mal, wie viel Kilometer sind das denn von Unna (mein Kennzeichen ist UN) „ Als ich daraufhin mit „3900km“ antworte glaubt mir der Fragensteller erst nicht. Ich erkläre ihm das was, wann, wo und warum meiner Reise und sofort wird die Spendendose um 20,-.EUR reicher! Wenn es heute auch dabei bleiben soll, freue ich mich trotzdem. Der Herr macht noch ein schönes Foto von mir und meinem Motorrad und schon ist er weg!
    Nun wird es langsam Zeit in Richtung Sanitz zum „Gutshaus Neu Wendorf“ zu fahren. Hier warte Hans-Hellmuth Eben auf mich. Er hat die „Ostsee-Zeitung über mein Kommen informiert und die würden gerne berichten! Schön, wenn meine Aktion noch ein wenig mehr an die Öffentlichkeit kommt. Das war ja, neben dem Geld sammeln, der zweite Zweck der Reise: Bekanntheitsgrad des Deutschen Kinderhospizvereins fördern! Aber auch das ist mir ja schon mehrfach gelungen!
    Ich komme pünktlich um 18:00Uhr auf den Hof. Hans-Hellmuth und seine Frau nebst zwei Töchter begrüßen mich bevor dann „die Presse“ kommt. Wir machen eine kleine Fotoserie, der Reporter stellt noch ein paar Fragen zur Reise und dem Zweck und schon ist er weg. Ich erfahre, dass zum Gutshof auch ein Spargelbetrieb gehört und es gleich frischen Spargel zu essen gibt!!!! Keine 20 Minuten später itze ich im Speisesaal des Hauses und Hans-Hellmuth isst mit mir zu Abend!
    Wir reden viel über dies und das und auch mein Engagement für Kinder. 2013 war es der Betreuungshund für die schwerkranke Nachbarstochter (meine Freundin Nina) 2014 waren es die Kinder, die an den Spätfolgen der Tschernobyl-Katastrophe leiden und dieses Jahr eben der Kinderhospitzverein! Kinder sind mir halt wichtig und sie sind unsere Zukunft. Ich bin nur glücklich, das meine beiden Kinder gesung sind und so aufwachsen können, wie sie zur Zeit es tun.
    Nach dem schreiben dieser Zeilen bin ich noch ins „Spargelhaus“ eingeladen „Immer dem Krach nach“ .. dort wird wohl gearbeitet aber es gibt wohl auch Spaß dabei …... wieder eine Lebenserfahrung mehr. Ich freue mich drauf und gerne fasse ich mit an, wenn man mich lässt!

    Fazit des Tages: 37,-EUR Spenden für den Kinderhospizverein und 280km gefahren. Insgesamt nun 3800 Kilometer in 11 Tagen!

    Und für alle Motorradfahrer und auch alle anders Reisenden in Mecklenburg, sei gesagt, hier gibt es ein tolles Hotel mit Gastgebern mit dem Herz am rechten Fleck.
    Hier für alle Interessierten, die Adresse:
    Gutshaus Neu Wendorf
    Am Gutshaus 7
    18190 Sanitz/ Neu Wendorf
    Tel: 038209 340
    http://www.gutshaus-neu-wendorf.de/

    Und in Ueckermünde gibt es die tolle uns saubere Pension Lindenhof in Liepgarten (Stadtgrenbze zu Ueckermünde) !


    Unten seht Ihr die geplante Strecke.

    [[File:rund_D_11-Tag.jpg|none|auto]]

  • Thema von Bernd Degwer im Forum Tagesberichte von unte...

    Nach einem, für meine Reiseverhältnisse, späten Frühstück geht es noch einmal zu der „Patchwork-Ranch“, wo ich -wie gestern Abend vereinbart- ein „Uno“ gezeigt bekomme! Nein nicht von Fiat, der Uno ist ziemlich selten und es gibt in Deutschland nur 200 Stück davon. Einer steht hier. Extra für mich wir der Wagen aus der Ecke gezogen und ich nehme Platz. Es ist ein einsitziger offener Wagen mit drei Rädern und einem Moped-Motor an der Seite und einem Mofa-Lenker! Das interessante an diesem Modell ist, es gibt ein „Vorlegegetriebe“ und man kann durch Umschalten ohne Motorkraft und Benzinverbrauch einfach mit dem Lenker „pumpen“ um vorwärts zu kommen! Ich kannte bisher nur den „DDR-Krankenfahrstuhl“ Duo, aber so ein Fahrzeug wie hier zu sehen ist, hab ich noch nie gesehen!

    Dann ist es 13:00Uhr und ich mache heute etwas ganz besonderes: Heute fahre ich mal „zurück“. Weil ich gestern direkt zu Lothar gefahren bin „muss“ das sein! In Neißeaue kann ich den nächsten markanten Punkt meiner Reise abhaken: Ich bin am östlichsten Punkt Deutschlands!
    Direkt nördlich davon erreiche ich dann Görlitz. Dies ist die östlichste Stadt in Deutschland.
    Hier fahre ich das Görlitzer Warenhaus an. Dies ist eines der besterhaltenen Warenhäuser aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Es ist im Jugendstil erbaut und wurde bis zum 15. August 2009 als Warenhaus betrieben. Die Stadt und eine Bürgerinitiative bemühten sich um eine Wiederbelebung des Kaufhauses, in dem 2012 nur eine Parfümerie untergebracht war. Im Jahr 2013 fand sich ein Privatinvestor, der die Einrichtung als Universal-Kaufhaus erhalten möchte, als sogenanntes Kaufhaus der Oberlausitz (KaDeO). Ein Haus mit richtiger Geschichte! Auch hier reicht es nur für einen Fotostop! Offen ist das Haus immer noch nicht. Noch wird innen renoviert! Die tollen Treppenaufgänge und Verzierungen an der Decke kann man aber durch das Fenster sehen!



    Durch die Lausitz geht es immer entlang der der Neiße, der Grenzfluss zu Polen, nach Norden! Nördlich von Weißwasser, in Döbern, taucht plötzlich vor mir etne Glaspiramyde auf. Verdutzt setzte ich den Blinker um mir das anzusehen! Es handelt sich bei dem Gebäude um ein Shop eines Glasherstellers. Sieht fast aus wie der Eingang vom Louvre in Paris, einzig die Gläser sind verspiegelt und wagerecht angeordnet! Hier mache ich dann auch meine Mittagespause.
    Lothar hat mir selbstgemachte Würstchen mitgegeben, die sehr lecker schmecken. Nachdem ich die „würzige“ Knoblauchwurst gegessen habe, bin ich fast froh, dass ich heute ausschließlich alleine fahren werde. Lecker war's trotzdem!

    Gar nicht weit fahre ich nach Norden und schon sehe ich das nächste Interessante am Wegesrand, ein riesiges Loch in der Erde: Den Braunkohletagebau Jänschwalde! Die Anlage sieht ähnlich aus, wie die Braunkohlegrube in Garzweiler! Es ist schon beeindruckend und auch beängstigend, was der Mensch so aus der Erde macht.

    Nun fahre ich durch Eisenhüttenstadt und Frankfurt an der Oder. Es geht viel geradeaus und auf einmal überlege ich, ob ich nicht heute einen „Kampftag“ mache und bis an die Ostsee fahre. Spätesten bei der Anfahrt auf Schwedt beschließe ich da noch weiter zu fahren! Ich hatte das Ziel nur auf der Karte ausgewählt, weil es halt mittig zwischen den beiden Stationen von gestern Abend und Morgen Abend lag. Aber die Silhouette der Stadt lässt nicht gute ahnen, es handelt sich wohl um eine Industriestadt. (Wer es besser weiß, darf mir gerne sehenswertes dort nenne, ich wollte einfach weiter...) Nun sind die Straßen einfach nur gerade und das fahren macht hier nicht wirklich Spaß. Oft „erwische“ ich mich, wie ich viel zu schnell über die langen Geraden fahre.
    Nun habe ich festgelegt, dass ich bis Ueckermünde an das Stettiner Haff fahre. „Ankunftszeit 20:00Uhr“ meldet mir mein Navigationsgerät und dann kommt es aber anders als geplant. Zwischen Hintersee und Ahlbeck , zwei kleine Gemeinden durch die mich das Navi führt, gibt es eine Straße mit starkem „Offroad-Charakter“ . Selbst mit meiner Reiseenduro traue ich mich nicht schneller als 20km/h zu fahren. Zu groß sind die Schlaglöcher. Der Ort Ludwigshof scheint nur über diese Straßen an die „Außenwelt“ angeschlossen zu sein! Und das in Deutschland, hätte ich niemals vermutet! Eine schlechtere Straße bin ich selbst in Rumänien als auch im Baltikum noch nie gefahren!
    Trotzdem komme ich passend zum Sonnenuntergang an den Strand von Ueckermünde! Die letzten Sonnenstrahlen genieße ich und dann ist es sofort bitter kalt. Das empfohlene „Bikerhotel“ aus meiner Motorradkarte ist zwar direkt am Hafen aber mir mit 86,-EUR (plus Frühstück) viel zu teuer. Ich werde heute sowieso nicht mehr bummeln gehen daher interessiert mich die Lage nicht wirklich! Also rufe ich bei einer im Hafen beworbenen Fahrradpension an und dort komme ich für 39,-EUR/Nacht incl. Frühstück unter.

    Insgesamt bin ich nun heute 480 Kilometer gefahren und ich -bin mit 140 Kilometern- viel zu nah an meinem morgigem Zielort, wo ich bei einem motorradfahrendem Hotelier eingeladen bin!
    Da ich heute einmal keinen Kontakt zu anderen hatte, was ich auch einmal genossen habe, gab es kein Geld einzusammeln. Einzig die 10,-EUR der Nachbarin aus Stützengrün, finde ich noch in meinem Tankrucksack -auf Nachfrage von Yvette! Danke für den Hinweis, die hätte ich sonst nicht zuordnen können!!!
    Also schreibe ich heute nur 10,-EUR dem „Spendenkonto“ gut!

  • 09.05.2015 bis nach Mücka ****Datum05.02.2015 13:38
    Thema von Bernd Degwer im Forum Tagesberichte von unte...

    Heute wache ich in Stützengrün mit dem Hahn aus der Nachbarschaft auf! Nach dem Frühstück zählen die Kinder und ich das Geld für den Kinderhospizverein, dass ihr Vater in einer Spardose so fleißig gesammelt hat! Insgesamt kommen wir auf eine Summe von 84,75 EUR, toll! Auf die Idee einfach eine Spardose mit zu seinem Motorrad-Stammtisch zu nehmen ist bisher noch keiner gekommen, Danke Thomas das war eine tolle Idee!

    Nun verabschieden ich mich von den wirklich lieben Kinder und ich fahre hinter Yvette her.
    Nach 5 Kilometern kommen wir an den Motorradtreff an der Talsperre Eibenstock an der wir gestern Abend noch zu Fuß waren. Dort treffen wir auf Heike, Jan und Andreas, die mit ihren Motorrädern auf uns warten. Nach einem gemeinsamen Kaffee wollen sie unbedingt die Spendendose „sehen“ und füllen! Danke! Dann geht es los. Yvette will mir das Erzgebirge zeigen. Mehrmals halten wir auf Bergkuppen mit tollen Aussichten wo mir dann erklärt wird, was ich alles nicht sehen kann. Wie fast überall kann ich ja auch hier nur einen kleinen Einblick in die schöne Gegend bekommen. Ganz kleinen Straßen und Serpentinen folgend sind wir dann irgendwann am Motorradtreff Ehrenzipfel. Hier kann man eigentlich nicht dran vorbeifahren: Ein riesiger Chopper steht schon in der Einfahrt des Parkplatzes. Und wenn ich riesig schreibe, dann meine ich das auch so: Die Reifen sind 2m im Durchmesser messende Traktorbereifung und das ganze Motorrad ist wohl 5m hoch. Nach einer kurzen gemeinsamen Pause fahren wir weiter, immer über kleinste Straßen geht es bergauf. Langsam wird es kälter und als wir dann mittags den Gipfel des Fichtelberges mit eine Höhe von 1218m erreicht haben sind wir wieder ganz nah an der tschechischen Grenze.
    Nun bin ich auf meinem letzten „richtigen“ Berg und höher werde ich auf dieser Reise, entlang der deutschen Grenzen nicht mehr kommen. Gleichzeitig habe ich genau die Hälfte meiner geplanten 17 Tage um. Nach 8 1/2 Tagen und nun genau 3000 gefahrenen Kilometern habe ich also jetzt „Bergfest auf einem Berg“, wie Thomas so treffend feststellt..
    Mein Blick auf das Navigationsgerät sagt mir aber, das ich keine Zeit habe dies ausgiebig zu feiern. Ich will um 18:00Uhr in Mücka an der polnischen Grenze sein. Das musste ich dem Lothar, bei dem ich heute nächtigen werde, versprechen. Noch fast 300 Kilometer muss ich fahren. Dann heißt es Abschied nehmen. Yvette, Heike, Thomas, Jan und Andreas müssen ja auch noch heimwärts fahren.
    Mach einem Fotoshooting , das ein von mir angesprochener Herr für uns erledigt („Na, da haben sie sich aber auf was eingelassen“ warnt mich seine Frau,“Wenn mein Mann fotografiert, dann kann das was dauern.“ Er gibt sich wirklich viel Mühe animiert uns zum Lachen und dann wird es wirklich Zeit für mich aufzubrechen!
    Alle winken mir hinterher und ich konzentriere mich auf die kommenden Kurven. Am Fichtelberg gibt es den Skiort Oberwiesenthal , Wohnort von Jens Weißflog, dem erfolgreichen Skifahrer. Am Ort vorbei gibt es eine tolle, breite und weit einsehbare Serpentine..... klar das ich hier runter muss. Erst versucht ein Jaguar aus der Ukraine, den ich vor der Abfahrt auf der zweispurigen Strecke überholt habe, hinter mir zu bleiben, aber irgendwie machen seine Reifen schon ganz komische Geräusche, (meine Fußraten allerdings auch.) ….. und dann „gibt er auf“. …. Motorradfahren macht Spaß!
    Unten an einer Ampel bekomme ich ein anerkennendes Grinsen und „Daumen hoch“ von dem Fahrer.
    Diese kleinen Begegnungen und Momente sind es, die mir Spaß machen!

    Als ich dann, an einer der vielen Grenzübergängen die ich heute immer wieder passiere ein Fotopause machen sehe cih 3 Nachrichten von Lothar! „Bernd bist Du wirklich pünktlich“ / „Die machen mich hier alle verrückt“ / „Wenn Du mir was Gutes willst komme doch biite eher.“ Da stellt sich mir die Frage wer ist „Die alle“ ??? Was hat Lothar geplant? Ich versichere ihm, das ich mich bemühe um 18:00Uhr da zu sein, obwohl jetzt schon 18:45Uhr auf dem Navigationsgerät angezeigt wird.
    Ich hatte mir für heute wirklich eine Strecke vorgeplant die immer wieder -über kleinste Straßen- entlang und über die Grenze führt. Kurzerhand lösche ich eins/zwei Wegepunkte in der Tour. Trotzdem fahre ich, zumindest in Tschechien immer wieder auf sehr kleinen und seeeehr schlechten Straßen. Als es dann auch noch ganz leicht zu regnen beginnt und ich auf den, fast nur aus Bitumenflicken bestehenden Straßen- rutschig wird und in Anbetracht des „Zeitdrucks“ von Lothar fahre ich nach Karte weiter. Die Straßen werden größer und auf einmal bin ich in einem wunderschönen Flusstal, dem Müglitztal! Selbst ein Schloss gibt es hier!
    Dieses Tal endet dann an der Elbe bei Pirna. Hier gibt es dann direkt an der Elbe einen kurzen Fotostop und dann geht es über die Brücke über die Elbe!
    Zwar gäbe es noch eine Elbbrücke, bei Bad Schandau, die etwas näher an der Grenze liegen würde, aber ich merke nun auch die über 6 Stunden, die ich heute fast ununterbrochen gefahren bin und beschließe nun den direkten Weg nach Mücka einzuschlagen. Der dann wieder leicht einsetzende Regen bestärkt mich in meinem Vorhaben. Als ich Lothar eine Meldung schicke, „ Ich komme ne halbe Stunde eher“ bekomme ich zurück „Danke, Du bist so gut zu mir“ …. ich weiß immer noch nicht, was er vorhat!
    Eigentlich war heute tolles Fahrwetter ohne prallen Sonnenschein. Es gab aber doch dreimal einen kleinen Schauer die aber wirklich nur reichten um die Straße nass und leider auch rutschig zu machen.
    Der letzte Schauer erreicht mich dann bei dem Telefonat mit Marianne, das ich vorsorglich 5 Kilometer vor dem Ziel mit ihr führe. Ich habe da so ein Gefühl, dass ich bei Lothar, den ich noch aus Grundschulzeiten in Lichtendorf kenne, nicht dazu kommen werde.
    Als ich bei Lothar auf den Hof kommen bin ich fast enttäuscht, kein Begrüßungskomitee, nur er steht im Hof und winkt mich zu einem Parkplatz. Kurz springe ich unter die Dusche, dann bin ich wieder einigermaßen fit.
    „Du Bernd, zieh Dir mal ne Jacke an“ sagt Lothar auf einmal , ohne große Vorbereitung „wir müssen los!“
    Wir fahren zu guten Freunden von Lothar, wo schon ein Tresen, ein Fass(!!!) Bier und ein großes Feuer auf uns wartet.
    Wir haben ein gemütlichen und tollen Abend mit immer mehre eintreffenden Freunden von Lothar. Alle und Alles ist total unkompliziert und ich fühle mich hier wirklich sofort integriert. Die ganze Clique rund um Lothar sitzt später ums Feuer wo wir uns jeder einen ca 1 Meter langen Schaschlikspieß fertigen, der dann am Feuer gegart wird. Hier wird also am Feuer „geschaschlikt! Der Abend wir lang und ich genieße die rabenschwarze Nacht. Hier gibt es kein störendes Licht!

    Nach insgesamt 353 Kilometern über kleinste Straßen habe ich heute 30,-EUR in der Sammeldose!
    [[File:rund_D_9-Tag.jpg|none|auto]]

  • Thema von Bernd Degwer im Forum Tagesberichte von unte...

    Direkt nach einem guten Frühstück in meinem Hotel starte ich zum BMW-Händler in Regensburg. Der Scheinwerfer ist da! Ich freue mich! Nach der Demontage des alten Scheinwerfer montiere ich den neuen. Keine Stunde später ist alles erledigt! Bis auf einen Torxschlüssel brauche ich mir kein Werkzeug hier zu leihen. Ich habe ja immer die Rolltasche meiner R100R mit Werkzeug dabei! Damit habe ich mir und auch schon vielen Anderen helfen können.

    Nun geht es durch das Tal der Regen immer weiter nach Norden. Mehrfach mache ich Pause. Ich genieße einfach die Landschaft die an mir vorbei zieht.
    In der Gegen um Obervietach kaufe ich mir ein paar Käsewürfel und eine Laugenstange zum Mittag in einem EDEKA-Markt und fahre für den Verzehr dieser Leckereien an den Ufer eines kleine Sees, wo ich dann in der Sonne liege und meinen großen Alukoffer zum Tisch umfunktioniere und auf ihm esse! Das Leben kann schön sein und ganz einfach! Nach dem Mittag ist der Motor noch gar nicht richtig warm gefahren, da muss ich schon wieder bermsen Ein Goldlehrpfad ist ausgeschildert, da fahre ich natürlich hin. Und tatsächlich ist ier früher Golg geschürft worden, Klumpen bis zu 3mm Durchmesser hat man gefunden. Erst 2008 hat man hier „Baggerschürfungen“ vorgenommen, bei denen es sich heraus gestellt hat, das der Gehalt von Gold im Boden hier eher überdurchschnittlich ist. Ich kontrolliere vor der Weiterfahrt gut die Reifen und die Schuhsohlen, aber nichts will glänzen....
    Immer noch geht es danach in Richtung Norden! Immer bemüht die kleinsten Stra0en auszuwählen „hangel“ ich mich von Ort zu Ort über die Karte. Macht richtig Spaß, nachdem ich seit Jahren nur noch nach Navi gefahren bin, mal wieder die Karten auszupacken. Der nächste Höhepunkt des Tages lässt nicht lange auf sich warten: Der Mittelpunkt Mitteleuropas! Ich stehe an einer Kreuzung und da ist dieser Punkt ausgeschildert. Da will ich unbedingt hin. Leider stehen auf der ausgeschilderten Zufahrtstraße überall Sackgassenschilder mit dem Zusatz „Baustelle“ . Da komme ich schon vorbei, denke ich gerade noch als mitten im Wald ich sehe, das die Brücke über einen See fehlt. Ein Blick auf mein Navigationsgerät sagt mir, hier ….ein Stück zurück... geht ein Waldweg um den See herum. Und genau diese Situation hatte ich vor exakt 2 Jahren mit meinem Freunden Lothar Baltrusch und Andreas Hülsmann , die ich beide durch Polen begleitet habe, auf Ihrem „Way to Huyen“ bis nach Vietnam. Damals hat die Umfahrung durch den Wald geklappt und was soll ich sagen, dieses Mal auch wieder. Allerdings bin ich froh, bei dem schlechten Weg, eine Reise Enduro zu fahren und nicht wie damals eine R1150RT (ein Reisetourer).
    Dann komme ich tatsächlich noch zum Mittelpunkt Mitteleuropas.... Allerdings wird selbst auf dem Hinweisschild schon erklärt, dass es mehrere Methoden gibt, bei so einer komplizierten Form einer Fläche, den Mittelpunkt zu berechnen. Somit gibt es wohl mehrere „Mittelpunkte“ vom Europa. Einen hab ich zumindest gesehen und -ganze ehrlich- das ist mir auch genug. Der Ort selber ist schön gestaltet mit einer in die Erde eingelassenen runden Steinplatte und mittig steckt dort ein Edelstahlspitze, damit ist der berechnete Punkt dann genau markiert.
    Weiter geht es nun aber langsam auf die tschechische Grenze zu. Einmal möchte ich wenigstens mal kurz rüber fahren und so kürze ich die tschechische „Ecke“ hier ein wenig ab und bin etwas eher an meinem Ziel! Ein kleiner Fotohalt an der Grenze versteht sich von selbst! ;-)
    Nun verlasse ich Bayern und bin in Sachsen. Gleichzeitig ändert sich auch meine Hauptfahrtrichtung. Bin ich morgens nur nach Norden gefahren, geht es nun wieder geradewegs nach Osten!
    „Geradewegs“ ist eigentlich nicht ganz korrekt. Ich bin nun im Erzgebirge und wie das in Gebirgen nun mal so ist, gibt es hier überall diese „lästigen" Serpentinen und unbeschreiblich viele Kurven. Ich werde auch das überstehen (Achtung Ironie) und folge meinem treuen NAVI, einem TomTom-Rider 2 , den ich nun schon fast 5 Jahre habe und der mir (fast) immer tolle Strecken gezeigt hat! Auf dieser Reise gab es einzig am Dreiländereck in Luxemburgs Norden wohl ein Problem und ich muss mich dafür hier nochmal bei Armin entschuldigen! Da sind wir ganz schön im Kreis geführt worden. Sorry!
    Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, dank des neuen Tankrucksackes von Held, immer die passende Karte dort eingelegt zu haben. (Ja Friedel, ich kann Dein Grinsen bis hierher sehen!) Man kann einfach mal eine Ort überspringen oder sieht eine interessante Straße mit vielen gebogenen Abschnitten (ugs.: Kurve) . Insbesondere für das „grenznahe“ fahren ist die Karte wirklich nicht schlecht! Alle 17 Tage am Navi vorzuplanen, war schwer machbar, insbesondere an den Tagen ohne fest geplanten Übernachtungsort!
    Als ich von Tschechien, das mir immer wieder gefällt, (Ja, das ist so Cathy!) zurück nach Deutschland / Sachsen einreise, komme ich durch Bad Elster. Ein wunderschön angelegtes Kurbad! Tolle mondäne Fassaden rechts und links der Straße würden mich eigentlich verleiten hier noch eine Pause einzulegen. Aber erst heute Morgen hatte ich den zugesagten „Termin“ um 17:00Uhr bestätigt und wollte daher auch nicht zu spät dort sein! Also nur mal kurz gucken, nach rechts und links … und durch! In Klingenthal treffe ich dann Yvette und Thomas! Wie wir es vereinbart hatten, sind sie pünktlich mit ihren zwei1000er Suzukis V-Strom's da! Nicht einmal richtig Zeit habe ich,die Sonne zu genießen, die -wie schon den ganzen Tag- von einem ganz leicht bewölktem Himmel schein!
    Wir begrüßen und herzlich und gemeinsam fahren wir durch schöne Täler und am nächsten Ortsschild glaube ich meinen Augen nicht zu trauen: Unter dem Ortsschild von Morgenröte-Rautenkranz , wie das Dorf heißt, steht etwas von „Weltraumdorf“ und am Ende des Ortes ist eine deutsche Raumfahrtausstellung, mitten im Erzgebirge! Ich bin erstaunt und blinke gleich links, denn das will ich sehen. Tatsächlich steht vor dem Museum ein Düsenflugzeug, eine MIG! Wir fahren bis vor das Museum. Es reicht aber nur für einen kurzen Fototermin, bei dem ich dann erfahre, dass aus diesem Ort der erste Kosmonaut Deutschland kam.

    Leute, ich sag euch, wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erleben: Nachmittags erst am Mittelpunkt Mitteleuropas und nun hier. Reisen bildet und nicht nur den Bauch! ;-)
    Um wirklich alles genau zu erkunden, was ich unterwegs finde oder auch um Museen zu besichtigen habe ich bei meiner Zeitvorgabe nicht wirklich Zeit. Aber für mich soll diese Tour ja auch eine „Orientierungsrunde“ sein, um dann vielleicht mal, zusammen mit Marianne, einen ganzen Urlaub an einem dieser vielen schönen Orte zu verbringen.
    Als wir bei Yvette und Thomas zu Hause ankommen warten schon die beiden Kinder Johanna und Johannes auf uns. Erst ein wenig scheu merke ich aber schnell wie nett und interessiert sie an allem sind. Sie hängen mir förmlich an den Lippen, als ich Ihnen erzähle und auf der Karte zeige, wann ich wo hergefahren bin! Ich sag es ja, jeder Abend ist anders. Zu „Feier des Tages“ gibt es extra ein Kaninchen aus dem Ofen! Nach dem wirklich sehr leckerem Essen (danke Yvette!) machen wir noch einen Abendspaziergang zu einem, in der Nähe befindlichen Stausee. Mit dem 12-jährigen Johannes finde ich noch meinen ersten Geocache in Sachsen, bzw. er findet ihn täglich beim spielen im Wald und er gibt mir einen Tip, was ich suchen muss :“magnetisch ist er“ und das mitten im Wald! Mehr verrate ich aber nicht, hier lesen ja auch Muggel mit! (So, alle Unwissenden (also Muggel) vergessen jetzt einfach die letzten zwei Sätze zum Geocachen)
    Wir sitzen alle fünf noch lange ganz gemütlich draußen und eine Feuer wärmt uns. Sehr gemütlich haben die Beiden das hier und das Dorf gefällt mir auch gut. Ob da aber meine Welt wäre, weiß ich nicht so genau, ich denke eher nicht. Aber verstehen tue ich jeden, der die Natur so sehr mag und daher gerne in ihr lebt. Überhaupt bin ich zwar erst ein paar Kilometer durch Sachsen bzw. das Erzgebirge gefahren, aber was ich bisher gesehen habe hat mir sehr gefallen.
    Dann übergibt mir der liebe Thomas eine ganze Dose voller Geld, die ich gestern Abend vergessen habe nachzuzählen. Das machen wir morgen früh beim Frühstück und dann reiche ich die Zahlen nach. Der Thomas hat kurzerhand bei den Treffen seines „Motorradstammtischen“ Geld für den Deutschen Kinderhospizverein gesammelt! Super, toll gemacht. Egal wieviel in der Dose ist, ich finde sein Engagement echt toll!!!! Nun ist die Nacht angebrochen und auch wir müssen ins Bett. Ich auf jeden Fall, denn jetzt, also nach dem Tag, möchte ich euch ja noch an dem Erlebten teil haben lassen. Was ja nun auch erledigt ist. Der Beitrag kommt aber erst morgens um fast 06:00Uhr online, weil ich gestern beim tippen eingeschlafen bin..... doch alles ganz schön anstrengend, macht aber auch riesig Spaß!
    Noch ein Nachtrag zu Gestern, da war ich ja mal einen Tag ganz alleine unterwegs und da gab es „nur“ die 20,-EUR von den beiden Radfahrern in Passau! Nur mal zur Information, wenn ich hier Zahlen nenne, sind diese längst online in den extra dafür angelegten Seiten:
    Spenden im Detail
    Dort findet ihr alle Spenden in einer Liste wieder.

  • 07.05.2015 bis nach RegensburgDatum05.02.2015 13:10
    Thema von Bernd Degwer im Forum Tagesberichte von unte...

    Nachtrag:
    So, erst einmal ein Nachtrag zu gestern: Als ich in der Anfahrt auf Burghausen war, gucke ich bei vielleicht 30km/h kurz auf das Navigationsgerät. Als ich wieder hoch sehe, bremst der vor mir fahrende Kleintransporter zum links abbiegen und ich schaffe es nicht mehr, ganz zum stehen zu kommen... ausweichen ebenfalls nicht ! Peng, .... da erwische ich den Wagen mit ca. 20km/h noch am linken Rücklicht und kippe um. Nun ist es passiert, nach 31 Jahren ohne selbstverschuldeten Unfall, habe ich nun auch einen Unfall produziert. Nichts Schlimmes, ich bin unverletzt und das Motorrad läuft auch noch, aber der „Schnabel“ der GS ist gesplittert und was schlimmer ist, das Scheinwerferglas ist zerbrochen! Nach einem entspannten Gespräch mit dem Fahrer des Kleintransporters, er sieh das ganz cool „Ist ja ein Firmenwagen und ist ja nicht wirklich viel passiert“ gebe ich Ihm meine Versicherungungsdaten und setze dann meine Fahrt fort und es hört sogar auf zu regnen.
    ….. warum ich das gestern nicht geschrieben habe???? Na, Ihr könnt es euch denken, hab mich natürlich ein wenig geschämt, aber über Nacht habe ich beschlossen euch das nicht zu verheimlichen! Ehrlich währt am längsten! ;-) Außerdem hätte ja auch noch irgendwas größeres sein können und ich hätte die Fahrt nicht fortsetzen können.
    Nun weiß ich aber wie es weiter geht: Ich habe mir schon für Übermorgen früh einen Scheinwerfer nach Regensburg bestellt. Lagermäßig ist dieser im näheren Umkreis nicht vorrätig! Somit werde ich heute nicht an der Grenze nächtigen, sondern in das, von der Grenze 80km entfernte Regensburg fahren und dort bei dem BMW-Motorradhaus übermorgen früh den Scheinwerfer abholen und einbauen. Den vorne scharfkantig gesplitterten Schnabel habe ich kurzerhand gerade abgesägt. Er hat ja nicht wirklich einen Funktion, darunter gibt es ja noch ein Spritzschutz. Die Ecken schön entgratet und mit gewebeverstärtem Panzertape (Klebeband) die Schnittstelle „verkleidet“. Das Klebeband habe ich seit 10 Jahren immer dabei und brauche es nun das erste Mal!
    Ich ärgere mich sicher selbst am meisten darüber, dass das passiert ist und will auch gar nicht mehr drüber diskutieren! Passiert ist passiert! Dafür ist man versichert! Gesund bin ich, das ist das wichtigste und so wie es aussieht bin ich übermorgen Nachmittag wieder ganz normal unterwegs und werde bei Thomas in Stützengrün schlafen! (Freue mich schon auf diesen Abend!) Für heute Abend ist sowieso eine Hotelübernachtung geplant gewesen!
    BITTE, keine Kommentare wie, „Wie kann man bei so einem Wetter überhaupt fahren“, oder ähnliches. Es war weder beim schnellen fahren, noch irgendwie leichtsinnig. Einfach mal kurz abgelenkt gewesen. Ich werde auf solche Einträge hier nicht reagieren! Ich hoffe dafür auf euer Verständnis!
    Wer allerdings einen Schnabel einer GS zuhause hat, der darf mir gerne ne Nachricht schicken, da hab ich gerade Bedarf! ;-)
    Mein Dank gilt der lieben Ute, die mit mir „mal eben“ zum BMW-Händler gefahren ist! Danke für Deine Hilfe!
    XXX So, Nachtrag EndeXXXX
    Um es vorweg zu nehmen, ich bin heute 330 Kilometer gefahren und ich und das Motorrad funktionieren einwandfrei. Nur eben am Scheinwerfer ist das Gals gesplittert.
    Aber nun von vorne: Ute muss heute erst um 09:00Uhr in Ihre Praxis und so gibt es wieder ein leckeres Frühstück (beld passt wirklich die Hose nicht mehr! Markus, danke das Du für mich die Kaloriene zählst! ;-)
    Um 08:45Uhr geht es dann los: Immer nach Norden. Ich komme wieder in das Tal des Inns und folge diesem Fluss der hier auch die Grenze zu Österreich bildet.
    Ca. 50km vor Passau besuche ich in Ering das Bayerisch-Oberösterreichisches Infozentrum Europareservat Unterer Inn. Interessant finde ich, das es hier sogar Seeadler gibt. Die Ausstellung ist ganz informativ, und mit Marianne wäre ich hier nicht so schnell weiter gefahren. Sie kann mir immer wieder viel „in Sachen Natur“ erklären. Mein Motorrad vor dem Infozentrum erweckt Aufsehen und ich komme mit der Leiterin des Zentrums ins Gespräch. Kurzerhand biete ich Ihr einen vorgefertigten Presseflyer an. Sie macht noch ein Foto dazu und so kann sie an die örtliche Presse eine Info weitergeben. „Bernd Degwer, ein Motorradfahrer auf dem Weg rund um Deutschland macht auch Halt am Informationszentrum ….. „ so oder ähnlich wird es wohl bald in der Zeitung stehen. Ich würde mich über einen „Pressenachweis“ per Email freuen!
    In Passau fahre ich in der Altstadt fast bis an den Zusammenfluss von Inn und Donau! Der Weg ist wegen des Hochwassers für Fußgänger gesperrt, aber ich laufe ja nicht. Kurz vor den „Fluten“ des Inns stelle ich das Motorrad ab. Zwei Radfahrer parken neben mir. Als ich ihn bitte von mir ein Foto vor dem Fluss zu machen kommen wir über die Aufkleber an meinem Motorrad ins Gespräch! Er erzählt mir, dass er auch Motorrad fährt, aber meist nicht viel mehr als 1000km. Als ich ihm dann sage, dass ich in der letzen Woche 2500km gefahren bin, wird er neugierig und ich erzähle den Sinn und Zweck der Reise. Beide sind schwer beeindruckt und geben mir jeder 10,-EUR. Ich bedanke mich und versenke die Scheine in der Sammeldose. Natürlich bekommen beide eine Visitenkarte mit dieser Internetseite und wahrscheinlich lesen sie heute auch hier mit. Mich würde es freuen!
    Nachdem ich den ganzen Morgen dem Inn gefolgt bin geht es jetzt entlang der Dona weiter.
    In Obernzell verlasse ich die Donau und fahre weiter Richtung Norden. Ich komme durch Wegscheid um das Dreiländereck Österreich, Tschechien und Deutschland im Pleckensteiner Wald zu erreichen. Dieses Ländereck ist mitten im Wald. Unweit dieses Punktes liegt, direkt an der deutschen Grenze, der Berggasthof Dreisessel. Die Straße zu dem 1333m hoch liegendem Berggasthof wurde wahrscheinlich von einem Motorradfahrer geplane. Kurven … Kurven … Kurven....
    Nach 6km stellen sich mir die Nackenhaare hoch. Ein riesiger Parkplatz und davor ein Kassenhäuschen! 1,70EUR für Motorräder soll das parken kosten. Ich frage die Parkplatzaufsicht, ob denn auch ganz bestimmt die Gastronomie geöffnet ist, wenn ich nun hier schon was bezahlen muss..... Dann erkläre ich Ihm den Grund meines Besuches und er winkt mich ohne zu bezahlen durch und erklärt mir, dass ich auch eine „Sondererlaubnis“ habe bis ganz nach oben zum Gasthof zu fahren. Alle anderen parken unten und müssen den 700m (!!) langen und sehr steilen Weg laufen. Auf dem Schild am Ende des Parkplatzes steht ausdrücklich „Befahren nur für Berechtigte“. Ich bin ja nun ein solcher und fahre an mürrisch guckenden Fußgängern grinsend vorbei. Vorsorglich habe ich das Visier des Helmes zu und auch das Sonnenvisier ist unten. Oben will mir der, in der Außengastronomie laufende, Kellner gerade erklären, dass ich hier nichts zu suchen habe und ich solle nur auf den „Ranger“ warten ... da erkläre ich Ihm, das mich der „Ranger“ hoch geschickt hat.
    Hier oben auf 1333m ist es extrem frisch und schnell ziehe ich meine Microfaserjacke zusätzlich zur Motorradjacke an. Nach einer kleinen Fotoserie, „“Motorrad vor dem Gasthof“ „Motorrad vor den Drei Sesseln“ , Motorrad vor dem Abgrund“ gehe ich in den Gasthof und esse mir eine Kleinigkeit.

    Aber was hat es nun mit den drei Sesseln auf sich. Dazu habe ich folgende Erklärung gefunden:
    Das Dreisesselgebiet ist das Grenzgebirge im Dreiländereck von Bayern (Bayerischer Wald), Österreich (Mühlviertel) und Tschechien (Böhmerwald).
    Wo diese Länder aneinander stoßen, erhebt sich der Dreisesselsberg. Eindrucksvoll erheben sich die etwa 20 m hohen, übereinandergetürmten Dreisesselfelsen, die über eine steile steinerne Treppe zu erreichen sind. Oben findet man drei steinerne Sitzmulden. Wie, wann und warum die drei steinernen "Sessel" entstanden, ist völlig unbekannt. Einzig die Dreisessel-Sage gibt hier die Antwort.
    ********Sage:************
    Drei Prinzen zogen einst aus, um sich neue Länder zu suchen. Sie sind auf einen Berg gekommen, dessen Form drei Sesseln glich. Dort ließen sie sich nieder, und als sie ringsum die herrlichen Wälder sahen und die saftigen Wiesen, hat es ihnen so gefallen, dass sie beschlossen, hier zubleiben und das Land unter sich zu teilen.
    Der eine hat sich das Bayerland genommen, der andere das Böhmerland und der dritte Österreich. Aber sie hatten keine Kronen, und ohne Kronen wollten sie nicht regieren. So sind sie ratlos auf dem hohen Berg gesessen. Da kamen unversehens drei Prinzessinnen, die wegen ihrer außerordentlichen Hässlichkeit aus ihren Heimatländern verbannt worden waren. Jede von ihnen besaß eine Krone, und die schenkten sie den Prinzen.
    In ihrer Freude versprachen die jungen Könige den Jungfrauen, sie zu ihren Königinnen zu machen. Sie wurden aber bald wortbrüchig und verwünschten die Prinzessinnen in den Plöckensteinsee. Dort warten die Jungfrauen noch immer auf ihre Erlösung. In jeder Dreikönigsnacht kommen sie zum Dreisesselfelsen und klagen um ihre verlorenen Kronen.
    *****Sage Ende *****************

    Nun geht es wieder hinab vom Berg. Beim „Ranger“ halte ich kurz an, danke für seine Gastfreundschaft und erzähle, dass ich für „seinen“ Berg Werbung machen werde! ...was hiermit geschehen ist. Wer in der Nähe ist, sollte sich das nicht entgehen lassen, die Aussicht ist fantastisch, wenn auch der Wald an der gesamten Bergkuppe ziemlich tod aussieht, was es aber wieder interessant macht. Wahrscheinlich hat hier ein Sturm gewütet und die Bäume haben sich bei dem rauhen Klima nicht mehr erholt.
    Nebenbei sei erwähnt, das ich immer wieder die Gabel, die Simmeringe und das gesamte vordere Motorrad checke, ob nicht doch irgendwas anderes noch kaputt ist. Nicht einmal die Bremsen schleifen, was ich anfangs alle 5km geprüft habe! Also, Glück im Unglück! Mein Freund Andreas, bietet mir im Laufe des Tages sogar an, dass er, wenn meine GS nicht mehr laufen sollte, er mir seine Maschine mit einem Transporter vorbei bringt und er meine mit zurück nimmt. Auch Gerry, den ich als erstes um technischen Rat gefragt habe, bietet mir "alle benötigte Hilfe" an. Ihr seid toll und ich bin froh solche Menschen zu kennen! ich danke euch!

    Doch nun weiter im Tagesablauf: Den Berg hinab fahre ich mit einem, oben kennen gelernten, Mountainbiker der sich mir gegenüber zumindest bergab, keine Blöße geben möchte. Ich würde ziemlich frieren in der kurze Hose und dem dünnen Shirt, das er nur trägt, immerhin sind oben maximal 8 Grad!! Er hat halt Gewichtsvorteile in den Kurven ---- und Mut! Mein ganzer Respekt gehört ihm! Auf einer langen Geraden wird mir das Spiel dann zu blöd und zu gefährlich: Ich winke ihm zu Abschied! Unten ist es gleich wieder richtig warm und meistens scheint heute die Sonne.
    Nun muss ich ja nach Regensburg. Ich fahre bis zur Donau und folge dann dem Fluß nach Norden. In die andere Richtung bin ich ja von Passau aus der Donau ja schon einmal gefolgt, bis nach Rumänien und dort sogar bis ins Donaudelta am schwarzen Meer. Aber hier bin ich noch nie gefahren. Sehr schöne Gegend hier, ich mache eine Menge Pausen, da wo es sich anbietet gerne am Ufer des Flusses! Immer wieder stelle ich heute fest, Deutschland hat doch schöne Ecken und die Eine oder Andere werde ich sicher demnächst mit Marianne mal durchwandern, beschließen wir heute beim telefonieren!

    In Regensburg fahre ich dann als erstes zum BMW-Händler. Hier ist man sich sicher, das mein Scheinwerfer morgen kommt. Gerne will man mich mit Werkzeug unterstützen, wenn ich morgen den Scheinwerfer wechseln will. Zwischenzeitlich habe ich mit der Versicherung telefoniert und die nette Dame erklärt mir, das ich doch eine Teilkaskoversicherung habe und Glasbruch versichert ist. Somit trage ich nur den Eigenanteil von 150,-EUR ! Die Dame fragt noch einmal nach, ob ich den Scheinwerfer selbst montieren will. Als ich das bejahe, sagt sie mir noch, dass ich dann aber nicht vergessen soll, meinen Arbeitsaufwand mit einer Pauschalen der Versicherung in Rechnung zu stellen. Alles wird gut merke ich! :-)

    Abends gehe ich dann noch in Regensburg in die Altstadt und sitze lange an der viel zu vollen Donau an der „Steinernen Brücke“ . Der Regen der letzten Tage fließt hier immer noch vorbei! Allerdings bei tollem Sonnenschein.
    Sobald die Sonne weg ist, gehe ich ins Hotel um dies Zeilen zu schreiben und den Tag danach zu beenden!
    KEIN Essen heut Abend , ich hab ja noch Reserven von den letzten Tagen! ;-)

  • 06.05.2015 bis nach Burghausen ***Datum05.02.2015 13:04
    Thema von Bernd Degwer im Forum Tagesberichte von unte...

    Das tat gut : Einfach mal ausschlafen und Abends früher als sonst ins Bett! ;-) So schön und interessant bisher jeder Tag und jeder Abend war, diese Nacht im Hotel tut gut. Ich bin um 20:30Uhr angekommen und hab direkt mein Zimmer bezogen und bin da auch nicht mehr raus.


    Dafür sind jetzt alle Bilder und Videos auf die Festplatte des Netbooks kopiert und auch die ersten Bilder sind auf Facebook online. Hier hab ich das nicht mehr geschafft, hole ich aber bald nach! (WLAN vorausgesetzt! )

    Das Frühstück um 10:00Uhr ist reichlich und gut. Dann packe ich, bei strömendem Regen die Koffer und ich glaube heute kann der neue Tankrucksack gleich einmal beweisen, dass er dicht ist!

    Auch bei der Abfahrt gießt es total! Ich genieße die Fahrt entlang von Tegernsee , Walchsee und singe, wie immer bei Regen .... I'm singing in the Rain. ..." obwohl ich eher tanze auf der Wasserfläche die sich mehr als einmal auf der Straße ausbreitet! Sturzbäche kreuzen die Fahrbahn und wieder einmal bin ich begeistert von meinen Anakee III - Reifen von Michelin! Einzig beim starken Beschleunigen gibt es da hinten kleinere "Traktionsprobleme aber in Kurven gehe ich nie an die Grenzen der Haftung! Ich bin echt begeistert von der Haftung und genieße die Fahrt (im Rahmen der Möglichkeiten ) !!!
    Ich bekomme Hoffnung, als bei einem kurzen Stopp am Walchsee der Regen aufhört. Aber, das war wohl nichts. Ab Reit im Winkel wird der Regen immer stärker. Als ein Autokonvoi vor mir fast mit Schrittgeschwindigkeit daher rollt, ziehe ich vorbei. Der silberne Passat, am Ende der Kolonne hat seitlich blaue Aufkleber und eine Partybeleuchtung auf dem Dach. Seitlich steht noch irgendwas mit Poli. ... auf der Seite. Was sich die Leute alles ans Fahrzeug bauen!
    Da ich aber die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht überschreite interessiert die "Insassen " des Autos meine Aktion auch nicht. Ich rede hier von einer laaaangen Geraden, das sei nur erwähnt, damit keiner denkt ich fahre leichtsinnig! ;-)
    Übrigens bin ich den ganzen Morgen der Deutschen Alpenstraße gefolgt! Sicher eine tolle Straße, wenn es trocken ist!

    Trotzdem gebe ich es nun auf unbedingt bis Berchtesgaden zu fahren. Man sieht sowieso nichts und daher lasse ich mich vom NAVI auf dem direkten Weg nach Burghausen leiten. Ich tanke im Inzell und weil ich beim bezahlen sehe, das es in der Tankstelle ein Cafe sogar mir Sitzmöglichkeiten gibt, stelle ich das Motorrad an die Seite und bleibe bei Kaffee und Kuchen ein wenig hier. Schlechter kann das Wetter nicht werden, das ist sicher.

    Ich nutze die Zeit und tippe (heute einmal) mein Tagebuch hier. Da hab ich heut Abend mehr "Freizeit! ;-) .

    Der Regen schwächt sich nach einer halben Stunde sogar ab und nachdem auch die -mutmaßlichen - Insassen des Polizei-Passats, den ich überholt habe, mir eine gute Fahrt wünschen, fahre ich auch wieder weiter.

    Schon um 16:00Uhr treffe ich in Burghausen ein, wo ich von Ute, eine Bekannte, die ich aber vor 4 Jahren ca. das letzte Mal gesehen habe! Wir haben uns daher viel zu erzählen!

    Abends in gehen wir in die wirklich schöne Stadt Burghausen. Auf einem Höhenzug über der Altstadt erstreckt sich die Burg zu Burghausen , die mit 1051 Metern Länge die längste Burganlage der Welt ist. Deutschland ist schon schön und interessant!

    Wir kehren noch in ein Restaurant ein und dann geht es zeitig ins Bett!
    Ute muss morgen früh um 09:00Uhr in die Praxis und ich werde dann weiter fahren!

    Heute war mal ein "richtige" Urlaubstag für mich! Keine Termine und außer Ute hatte ich heute keine Menschen um mich! Selbst im Internet hab ich mich heute kaum "sehen " lassen. (12 persönliche Nachricht und 2 Freundschaftsanfragen und 60 Meldungen warten darauf "bearbeitet" zu werden, von mir heute nicht! ;-) (in der Hoffnung auf Verständnis wünsche ich euch eine gute Nacht! )

    Von Ute 20,-€ für die Spendendose bekommen!

  • 05.05.2015 bis nach Kreuth/TegernseeDatum05.02.2015 13:04
    Thema von Bernd Degwer im Forum Tagesberichte von unte...

    Da Georg heute leider arbeiten muss stehe ich früh um 07:00Uhr auf, damit ich mich zumindest noch bei ihm bedanken kann und ihn verabschieden kann! Beim Frühstück erzählt mir dann Susanne, seine Frau, dass sie mich gerne begleiten würde, zumindest bis zur Fähre. Ich freue mich natürlich über ihre Begleitung und so fahren wir zu zweit von Tägerwilen in der Schweiz zum Fährhafen von Konstanz der gut 12km nördlich der Konstanzer Innenstadt liegt! Kurzes Fotoshooting an der Konstanzer Brücke bzw. am Konstanzer Hafen und dann geht es auf die Fähre! Susanne hat kurzerhand beschlossen auch noch die Fährefahrt mit zu machen. Für sie ist es die erste Fähre mit dem Motorrad.

    Wir werde an der anderen Seite, in Meersburg, schon erwartet. Dort stehen Joe, Peter und Alfred aus dem „BMW-GS-Endurobikes Forum“! Wir werden freudig begrüßt und wie bisher bei allen Begegnungen mit anderen Motorradfahrern versteht man sich sofort. Susanne wird gleich integriert. Leider kann sie uns nicht begleiten, sie hat wohl andere Termine und wird daher gleich um den See herum zurück fahren. Wir bereden kurz die Planung, die mir aber einerlei ist: Denn wenn ich schon „Einheimische“-Begleiter habe, gebe ich mich ganz in deren Hände und fahre hinterher!
    Los geht’s, schon kurze Zeit später verläßt uns Susanne und wir hupen und winken Ihr nach! So umkreisen wir zu viert nun Tettnag und machen einen Halt im Meckenbeuren. Dort wohnt Alfred und wir stehen vor dem Geschäft seiner Frau! Sie kommt raus und begrüßt mich überschwenglich! Ich freue mich über so viel Zuspruch und sie erklärt mir, das sie alle Berichte bisher gelesen hat und am liebsten sofort den Laden abschließen würde um dann mitzufahren! Sie fährt nämlich auch Motorrad, muss aber leider arbeiten!
    Natürlich kennt Alfred sich im Ort aus und wir fahren einige Kilometer lang quer durch den Wald, natürlich eine Schotter- und Waldbodenweg mit großen Pfützen. Das an den Wegen keine Verbotsschilder standen, versteh sich von selbst. Tatsächlich kommt uns auch einmal ein Auto entgegen. Wir lassen es ordentlich fliegen
    Dann geht es wieder an den Bodensee zurück. In Langenargen, in der Nähe von Lindau, fahren wir (oder besser gesagt: ich fahre und die anderen gehen die letzten Meter) zum Bodenseeufer.
    Wir machen dort schöne Fotos mit dem Schloß Montfort im Hintergrund. Ich gehe auch noch kurz zu Fuß in den See, aber nur mit meinen Endurostiefeln. Die sind noch ganz dreckig vom Vortag und nun sind sie wieder sauber!
    Joe verabschiedet sich nun von uns und auf dem weiteren Weg machen nur noch einen Stop zum Einkaufen. Ich brauchte unbedingt Mineralwasser für unterwegs. Ich trinke zu wenig über den Tag, stelle ich unterwegs immer wieder fest. Heute soll das anders werden!
    Wir folgen nun der Deutschen Alpenstraße und wir haben einen tollen Panoramablick auf die teilweise noch schneebedeckten Berge. Unglaublich schöne Kurven verleiten uns zum zügigen fahren. So eine langgezogene Kurve mit vollem Einblick in die gesamte Strecke ist schon was tolles. ;-) Dann im Hintergrund noch das Alpenpanorama, ich kann mich gar nicht satt sehen! Kurz darauf biegen wir von der Alpenstraße ab und weil es ist mittlerweile Mittag ist, haben wir alle Hunger und wir essen eine Kleinigkeit.
    Nun geht es weiter bis an die Grenze zu Österreich. Ich fühle mich ein wenig „betrogen" um das Dreiländereck Schweiz / Österreich und Deutschland, aber das liegt nun mal mitten im südlichen Bodensee und ist mit dem Motorrad daher ziemlich unerreichbar.
    Dann geht es erst richtig in die Berge. Gestern bin ich in Rust noch an der Achterbahn des dortigen Freizeitparks vorbei gefahren, nun fahre ich mit meiner eigenen „Achterbahn“!!!!! Es geht über den Riedbergpass zum Oberjoch und dann weiter nach Oberstdorf. Hier befindet sich der südlichste Punkt Deutschlands, das Haldenwanger Eck.!
    Doch unerreichbarer mit dem Motorrad liegt dieser Punkt, der nur über eine Bergtour zu erreichen ist. Das Haldenwanger Eck stellt einen Sattel zwischen hohen Bergen dar. Die eigentliche südlichste Landesstelle Deutschlands befindet sich wenige hundert Meter südöstlich des Haldenwanger Ecks beim Grenzstein 147 auf 1883 Meter Höhe über Meer und ist durch eine Steinsäule mit Aufschriften markiert. Der südlichste Ort Deutschlands, der Weiler Einödsbach, liegt 8,3 Kilometer nordöstlich des Haldenwanger Ecks. Zwei Kilometer weiter nördlich liegt der Weiler Birgsau, der zweitsüdlichste Ort Deutschlands. Die Benutzung der Zufahrtsstraße mit motorisierten Fahrzeugen ist nur Anwohnern erlaubt. Somit müssen wir uns mit der südlichsten öffentlichen Straße begnügen. Wir fahren südlich von Oberstdorf ins Stillachtal. Hier gibt es die Talstation der Fellhornbahn. Doch auf dem Weg dahin ist die Straße wegen einer Baustelle gesperrt. Wir werden mithilfe von Umleitungsschildern in einen Waldweg geschickt. Da dieser nur einspurig befahrbar ist, wurde diese Umleitung sogar beampelt! Also ein Offroadtrack mit Startampel..... genauso nutzen wir den Weg dann auch. :-) :-)
    An der Fellhornbahn werden Fotos gemacht, für mehr ist keine Zeit. Meine Begleiter müssen heute ja auch noch wieder zurück nach Hause und ich würde gerne noch ein Stück nach Osten voran kommen!
    Wir fahren durch Sonthofen, da fällt Alfred ein, dass es hier die Firma Held gibt. Wir fahren dort hin und ich frage nach dem Geschäftsführer...... Ich stelle ihm mein Projekt vor und er geht nach meiner Frage, ob er den Kinderhospitzverein unterstüzen möchte, an das Regal mit Tankrucksäcken und fragt mich, wenn er mir den schenkt, was wir bereit wären dafür zu spenden...... Die Sammeldose für die Spenden liegt nun in dem neuen Tankrucksack und ist mit 120,-EUR mehr gefüllt als vorher...... das war mal eine kurzfristige Aktion. Und ich hab nun endlich mal einen ordentlichen Tankrucksack.

    Weiter geht es zum Gaichtpass, wieder nur Kurven, Kurven, Kurven. Wenn man Das landschaftlich schöneTannheimer Tal bis Reute rundet den Tag prima ab! Alfred weiß nun, warum meine Alu-Koffer von Traxx an der unteren äußeren Ecke nicht rechtwinklig, sondern abgeschrägt sind. Immer sind es wohl nur wenige Zentimeter bis zum Astphalt, aber noch haben die Koffer keinen einzigen Kratzer an den unteren Ecken!
    Nun sind wir heute 280 Kilometer zusammen gefahren. Wir hatten viel Spaß und haben uns prima verstanden. Beim Abschied in Reutte verspricht mir Alfred, dass wir nicht das letzte Mal zusammen gefahren sind! Ich freue mich auf eine Fortsetzung dieses Tages!
    Das waren wieder tolle Begleiter heute, von der ersten Minute an brauchte ich nicht alleine zu fahren.
    Ich will aber auch um 18:00Uhr nicht schon den Tag beenden und „lege“ noch 110 Kilometer drauf. Vorbei am Plansee zur „Königlichen Villa" Schloss Linderhof in der oberbayerischen Gemeinde Ettal im südlichen Bayern vorbeifahre. Dies ist ein Schloss des bayerischen Königs Ludwig II. Es wurde in mehreren Bauabschnitten von 1870 bis 1886 errichtet. Das kleine Schloss entstand anstelle des sogenannten „Königshäuschens" seines Vaters Max II., das 1874 auf einen Platz ca. 200 m westlich des heutigen Schlosses übertragen wurde.

    Weiter fahre ich entlang der Grenze bis kurz hinter den Sylvenstein Stausee: bis nach Kreuth. Hier werde ich mir heute Abend meine erste Hotelunterkunft gönnen. Heute Abend werde ich mal eher schlafen gehen! Jede Nacht nur 4-5 Stunden Schlaf und dann tagsüber noch Alpenpässe ….. da braucht man mal eine längere Erholungspause!
    Insgesamt waren das heute also 410 Kilometer und ich bin von 09:15Uhr bis 20:30Uhr unterwegs gewesen. Das Wetter war übrigens optimal. Leicht bewölkter Himmel, manchmal zeigt sich die Sonne und ca. 20 Grad warm. (Meine 1150er hat keine Temperaturanzeige!)

    Fazit des Tages: 410 Kilometer, Tausend Kurven und 150,-EUR Spenden insgesamt!

  • 04.05.2015 bis zum Bodensee ***Datum05.02.2015 12:49
    Thema von Bernd Degwer im Forum Tagesberichte von unte...

    Heute werde ich mir selbst untreu und verwerfe meine eigentliche Planung ein wenig. Nicht einmal an den vorgeplanten Weg halte ich mich! Aber fangen wir vorne an.
    Bärbel und Jörg sind früh auf und auch ich bin, wie immer, früh wach. So passiert es, dass wir schon um vor 08:00Uhr am Frühstückstisch sitzen. Ich warte die ganze Zeit auf die Fußballmannschaft, die eigentlich benötigt würde, um die am Frühstückstisch angebotenen Lebensmittel alle zu vertilgen. Bärbel und Jörg haben wirklich einen großen Tisch, aber es gab keinen Platz mehr darauf, der nicht durch Wurst,Käse, Marmelade, Eier oder anderen Lebensmitteln belegt war! Wir essen gut und reichlich denn auch Heute will ich ja nicht schlanker werden, als ich schon bin! ;-)
    Nach dem Frühstück wird gepackt und sowohl Bärbel wie auch Jörg haben sich extra einen Tag Urlaub genommen, um mich heute zu begleiten. Ich fühle mich wirklich geehrt! Beide sind aber wirklich total unkompliziert, offen und nett, ein tolles Paar, zwei sehr nette Menschen!
    Bei der Abfahrt heißt es gleich Abschied nehmen, von Susanne, die ja auch hier geschlafen hatte! Sie hat Mittages Termine und fährt daher heute Morgen direkt heimwärts! Auch sie spendet 25,-EUR für die kostenlose Übernachtung. Super, ich freue mich!!!
    Wir fahren bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein und 18 Grad warmer Luft als erstes in einen KIK-Markt, wo ich eine neue Spendendose erwerben muss, da ich die erste Dose gestern Morgen vergessen habe mit einzupacken. Nachschicken wäre teurer als die 1,90EUR für eine neue Dose. So habe ich das auch mit Stephan kommuniziert, der mir die Dose nachsenden wollte! Nun steht dort ein Andenken von der Tour im Haus! Die Neue Dose bekommt einen in Reserve mitgeführten Aufkleber und wird auch gleich von Bärbel und Jörg, noch vor dem Markt gefüllt!
    Nach diesem Einkauf und dem betanken unserer Motorräder fahren wir Drei nun immer am Rhein entlang, der hier die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich ist. Zweimal geht es kurz über den Rhein nach Frankreich, um den Rhein und sein derzeitiges Hochwasser zu bestaunen. Nicht auszudenken, was das früher für ein Aufwand gewesen wäre, mit Ausweiskontrolle und Fahrzeugkontrolle...... alles weg, dank des Schengener Abkommmens!
    An einer Staustufe machen wir eine kurze Pause und bewundern das Dröhnen des Wassers, das hier über das Wehr strömt! .
    In Rust gibt es einen kleinen Imbiss in einem Café bevor wir dann weiter südwärts fahren. Aber eben in dieser Pause beschließe ich, nachdem ich nun fast 100km auf die Berge des Schwarzwaldes geschaut habe, meine Route für heute etwas zu ändern und den Halt am Dreiländereck in Basel ausfallen zu lassen. Nicht zuletzt, weil es weiter südlich immer noch dunkle Wolken gibt aus denen es, deutlich sichtbar, regnet! Ich werde die Grenze hier ein wenig verlassen und in den Schwarzwald “abbiegen“. Leider muss dann der angekündigte Halt in Basel ausfallen, was aber wohl -bei dem Wetter dort unten- nicht schlimm sein wird, weil dann dort wohl kein Motorradfahrer wartet. Sollte trotz des Wetters jemand dort gestanden und auf mich gewartet haben, bitte ich hier schon mal um Entschuldigung! Aber der gestrige Regentag hat mir erst einmal gereicht.
    In Staufen verabschiede ich Bärbel und Jörg und fahre dann alleine durch das Münstertal in den Schwarzwald. Hier kenne ich mich aus, denn zusammen mit Marianne und unseren Kindern haben wir hier auf dem Campingplatz so manchen Urlaub mit unserem Wohnmobil verbracht! Das war eine schöne Zeit hier. Wie damals, will ich heute den Belchen -den „Hausberg“ des Münstertals- erklimmen. Allerdings heute etwas schneller mit der GS als mit dem Wanderstock! ;-)
    Tolle Kurven gibt es hier und ich suche mir die kleinsten Straßen heraus um durch Orte wie Neunkichen, Holl, Tegernau, Schopfheim, Wehr Bergerlingen zu kommen. Im letztgenanntem Ort mache ich eine tolle Fotoserie auf einer Wiese vor einem Atemberaubendem Panorama mit den Alpen im Hintergrund! Hier ist es wirklich schön.
    Das Grinsen bekomme ich aber nicht mehr aus dem Gesicht, als ich ein tolles Tal finde, in dem eine offiziellen Straße (als Schotterpiste) mit gleich mehreren Natursteintoren verläuft (nur Samstag und Sonntags gesperrt) . Auch hier hätte Herr AGFA und Herr Kodak sicher viel Geld mit dem Verkauf von Filmen verdient, wenn es nicht die digitale Fotografie geben würde. Bei Murg geht es dann aber wieder weiter entlang des Rheins, der hier auch gleichzeitig die Grenze im Süden Deutschlands bildet! Als ich in Schaffhausen zum Rheinfall fahre biegt vor mir, aus dr Gegenrichtung kommend,eine R1200GS ab. Als ich hinter ihm her fahre wir das Motorrad plötzlich langsamer und ich fahre nebenan! „Bis Du Bernd?“, werde ich von dem mir fremden Fahrer angesprochen! Ich grinse und bejahe natürlich. Gemeinsam fahren wir die letzten Kurven bis ganz unten an den Rhein. Dort angekommen stellt der Fahrer sich mir vor: „Ich bin der Erhard und wollte Dich hier treffen. Das ich, auf die Minute pünktlich ankomme hatte keiner von uns zweien gedacht! Wir lassen die Motorräder stehen und gehen für ein paar Fotos an den Rheinfall, der aufgrund der vielen Niederschläge der letzten Tage viel kräftiger strömt als sonst!. Auf dem Weg dorthin kommt uns eine Gruppe Inder entgegen, die sic dieses Spektakel wohl schon angeschaut haben! Als wir zurückkommen glaube ich meinen Augen nicht zu trauen!!!! Einer der Inder sitzt auf meinem Motorrad und lächelt in die Kamera seiner Mitreisenden! Ich beruhige mich aber schnell und zeige mich gastfreundschaftlich. Dafür ernte ich dann auch ein Lächeln, weil sie sich wohl bewusst sind, dass man so etwas „bei uns“ nicht macht! Als ich der Gruppe dann erkläre, auf welcher ungewöhnlichen Reise ich mit meinem Motorrad bin wollen sie auch Bilder von mir und meinem Motorrad machen. Man erklärt mir genau, wo ich denn stehen soll, damit ihnen das Motiv auch ablichtenswert erscheint. Ich grinse und spiele mit. Erhard erklärt mir, das ich nun auch in Indien berühmt werde und vor meinem inneren Auge sehe ich mich in Indien aus dem Flugzeug steigen und der Zollbeamte spricht mich mit den Worten an: „Bist Du der Bernd“ (Nun lache ich schon wieder beim schreiben....) Natürlich bekommen die Inder auch Visitenkarten mit der Internetadresse dieser Seiten

    Hinter Schaffhausen fahre ich weiter rechtsrheinisch um dann in Diessenhofen über eine Holzbrücke den Rhein zu queren. Es ist die einzige vollständig erhaltene Holzbrücke am Hochrhein und zählt zu den heute seltenen Pfahljochbrücken
    Im Herbst 1816 wurde die heute noch stehende Konstruktion gebaut: eine überdachte Holzbrücke mit fünf Öffnungen! Unvorstellbar wer und was schon alles mithilfe dieser Brücke den Rhein gequert hat!
    Um 18:30Uhr komme ich dann in Tägerwilen in der Schweiz an, mein heutiger Übernachtungsort. Ich werde von Georg freundlich empfangen! Mein Motorrad bekommt einen schönen Stellplatz in der Garage neben seine 1200er GS! Wir machen noch einen kurzen Spaziergang zu einem Schloß und einer Burgruine die kaum mehr als 600m von Georgs Haus entfernt steht. Von hier oben hat man eine phantastische Aussicht auf dem Bodensee. Sowohl den Obersee wie auch den Untersee kann man hier sehen. Georg versucht mir die einzelnen Seenamen zu erklären, irgendwie gelingt mir aber nicht mehr, mir diese zu merken. (an „Zeller See“ erinere ich mich) Dann zeigt er mir den Grenzverlauf zwischen der Schweiz und Deutschland, der unübersehbar durch eine Baumreihe großer Bäume kenntlich gemacht wurde. Ein schönes Fleckchen Erde, hier! Ich bin ja schon immer bodenseebegeistert, aber so habe ich den See noch nie gesehen!
    Abends gibt es dann frischen Spargel ´zu essen. WIe jeden ABend bleiben wir nach dem <essen noch lange sitzen und reden über Autos, Motorräder, Energieberatung, und natürlich über den Spendenzweck! Es wird ein entspannter gemütlicher Abend und es gibt Tannenzäpfle Bier! Erst um nach Mitternacht finden wir ein Ende. Ich hoffe für den ersten Patienten Morgen früh, das Georg ausgeschlafen sein wird....... Georg ist Zahnarzt! ;-)

    Fazit des Tages : Weitere 332km habe ich heute gefahren, viel gesehen und zusammen mit Georg habe ich heute Abend 70,-EUR aus der Sammeldose genommen! DANKE an die Spender, ihr seid spitze! Nun ist es fast 02:30Uhr und irgendwie habe ich das Gefühl ich sollte jetzt mal schlafen. Morgen hat sich eine ganze Gruppe GS-Fahrer angemeldet mich zu begleiten! Ich bin gespannt auf den kommenden Tag!

  • 03.05.2015 bis nach Rheinau ***Datum05.02.2015 12:45
    Thema von Bernd Degwer im Forum Tagesberichte von unte...

    Dieser Tag, wird wohl der bisher am besten vorgeplante Tag!
    Die Planung oblag aber weniger mir, als dem netten Tom Broschat, der sich anbot mir den Pfälzer Wald zu zeigen und mit kurzerhand ein Treffen in Neunkirchen an der Aral-Tankstell anbot. Von hier aus lasse ich mich führen! Nachmittags werde ich am Weintor in Schweigen-Rechtenbach von einer weiteren Gruppe Motorradfahrern „abgeholt" und wir fahren gemeinsam weiter. Abends freue ich mich schon darauf Bärbel und Jörg kennen zu lernen. Bei den beiden werde ich auch schlafen!

    Mal sehen, ob es auch so kommt, wie geplant!

    Ein wenig stolz bin ich schon, als ich morgens mein Forum hier sehe....... 720 mal wurde mein Bericht zum 1. Tag mittlerweile geöffnet. Schön das ich so viele Leute erreiche und der Kinderhospitzverein dadurch bekannter wird. Frau Götte vom Verein, hatte mir nämlich mal gesagt, Öffentlichkeitsarbeit wäre ihr mindestens genauso wichtig, wie meine Spendenbereitschaft! Beides scheine ich ja verwirklichen zu können! Danke an alle die hierbei mithelfen und mich unterstüzen, Ihr seid super!!!

    Nun geht es aber zum reichhaltigem Frühstück nach unten. Jasmin und Stephan warten schon auf mich! Wir reden noch lange und fast wäre ich zu spät losgekommen, was aber auch an meinem neuen Netbok liegt. Über Nacht, gab es wohl einige Update und als ich den Rechner runterfahre will er mehrere Updates installieren. „Bitte nicht ausschalten! Leuchtet auf dem Display. Nach 20 Minuten gebe ich auf und schalte den Rechner aus. Mal schauen was heut Abend passiert wenn ich den Rechner wieder brauche.......

    Obwohl es bis gestern Abend sogar noch eine Unwetterwarnung bei wetter.com gab, in der vor starkem Dauerregen und Hochwassergefahr im Pfälzer Wald gewarnt wurde, gibt es bei der Abfahrt nur noch ganz leichter Nieselregen. Hochwasser gab es trotzdem, aber davon später.

    Nun aber flott, denn gerne würde ich pünktlich am Treffpunkt in Neunkirchen sein, wo ich mich heute mit Tom B. verabredet hat.
    Es klappt und Punkt 10Uhr bin ich da! Obwohl wir uns bisher nicht kannte, verstehen uns sofort gut. „Die Chemie stimmt“ würde ich sagen! Bald starten wir. Wie versprochen fährt Tom vor und er zeigt mir den kurvigsten Weg mit einigen tollen Serpentinen. Obwohl es die ganze Zeit regnet, lassen wir keine noch so kleine Serpentine aus.
    Den geplante Halt beim Johanniskreuz, der Motorradtreff in der Pfalz, erreichen wir „pünktlich“ nach dem mir selbst gemachtne Zeitplan um 12:00Uhr. Es stehen einige Motorräder dort, allerdings alles auswärige Kennzeichen, aus Schweden und Frankreich! Die Gegend hier kenne ich recht gut, da ich hier, im Pfälzer Wald, schon mit Marianne im letzten Jahr gewandert bin.
    Wir trinken uns hier einen Kaffee und essen ein leckeres Stück Kuchen. Tom und ich haben noch mehr Themen, als das Motorradfahren! Er ist Heizungsbaumeister und ich Energieberater. Gegenseitig erklären wir uns unsere Heizkonzepte von Zuhause und viel zu schnell vergeht die Zeit dabei. Schon bald müssen wir aufbrechen. Doch vorher versucht Tom noch ein Foto von uns beiden vor den Motorrädern mit Selbstauslöser zu machen. Leider gelingt das nicht richtig und wir fragen dann einen Gast der alleine am Tisch sitzt. Gleich mehrere Bilder macht er von uns. Anschließend erkläre ich ihm, auf die Nachfrage wo es denn nun hin geht, wen er da fotografiert hat. Schon nach den erste Sätzen zum Thema Kinderhospitz, greift er nach seiner Geldbörse und gibt mir 5,-EUR. Nicht etwa damit ich aufhöre ihn zu belästigen, denn er fragt weiter, wo ich her komme und wie lange ich insgesamt unterwegs sein werde, Er sagt, er findet die Idee toll und natürlich bekommt auch er eine Visitenkarte mit meinem Namen und der Internetadresse dieser Seiten.
    Dann fahren wir über allerkleinste Straßen weiter. Der Wald verschluckt” uns einmal förmlich, so dicht schließen sich die Wipfel über uns. Tolle Straßen,die der Tom mir da zeigt!!!
    Als wir nach unzähligen Kurven und einem Tankstop am Deutschen Weintor, direkt an der französischen Grenze ankomme, wartet dort schon Susanne mit ihrer 600er Honda auf uns. Sie wird uns ab nun begleiten.
    Wir fahren, nach einer kurzen Kaffeepause weiter. Auf kleinsten Straßen immer entlang der französischen Grenze geht es bis zu einem alten kleinen Grenzübergang der sogar noch zwei rot-weiße Schranken rechts und links der Straße hat. Hier gibt es einen kurzen Fotostop. Es regnet übrigens immer noch, mal fester, mal weniger fest. Als wir dann an der Rheinfähre ankommen steht an der Straßeneinmündung ein rundes rotes Schild mit der Zusatzbeschriftung „Überschwemmung“ … wir fahren natürlich weiter um uns zu überzeugn, ob das Schild zu Recht aufgestllt wurde...... Der Rhein führt hier ein deutliches Hochwasser und wir können in den Wassermassen nicht einmal erahnen, wann die Straße endet bzw. wo hier mal ein Fähre festmachen könnte. Ich teste die Wassertiefe auf der Straße, die vor uns einfach im Wasser versinkt Als dann beide Zylinder meines Boxermotors fat ganz unter Wasser sind, beschließe ich zurück zu fahren! ;-) Gucken konnte man(n) ja mal.
    Also fahren wir zu der 8km nördlich liegenden Brücke der B10 über den Rhein. Thomas veabschiedet sich vorher von uns und Susanne begleitet mich bis zu meiner Unterkunft heute in Rheinau! Sie hatte mit der Bärbel abgesprochen, dass sie auch dort schlafen kann! Also fahren wir dann entlang des östlichen Rheinufers immer hinter dem Deich entlang bis zu einem Parkplatz auf dem ein Eiswagen steht. Übrigens ein toller T3 in super Zustand (Heiko, das wär was! ) . Im strömenden Regen mit aufgeklapptem Klapphelm habe ich vorher auch noch nie ein Eis gegessen. Die Wassermassen des Rheins strömen vorbei und ich studiere kurz die Infotafeln zum Hochwasserschutz. Das sieht eigentlich nach einem prima Konzept aus, aber die Naturgewalten zeigen dem Menschen jedoch hier immer wieder einmal seine Grenzen auf!
    Als wir dann, bei Starkregen in Rheinau, bei Bärbel und Jörg ankommen werden wir freudig begrüßt und Jörg winkt uns gleich in den GS-Stall, wie es an seinem Garagentor heißt. Meine beiden Gastgeber für heute Nacht fahren beide eine 800erGS und wir dürfen heute dahinter parken. Bärbel macht Fotos die ich kaum eine halbe Stunde später bei Facebook bewundern kann.
    Hier freut man sich wirklich über unseren Besuch und beide Gastgeber haben sich für Morgen Urlaub genommen, nur für mich! Das macht mich schon ein wenig stolz.

    Es gibt extra Kleiderbügel und Haken in der Garage, an die wir unsere triefend nassen Regensachen aufhängen können! Eine sehr toll eingerichtete Garage ist das hier! Respekt!!! Uns werden Helm und Handschuh abgenommen um diese im Haus zu trocknen. Ich komme heute endlich mal in den Genuß, mein mitgenommenes Luftbett aus zu probieren, weil ich, ganz Gentelman, natürlich Susanne das Zimmer mit dem Bett überlasse. Nicht weniger komfortabel ist aber sicher mein Luftbett und für irgendwas muss ich es ja mitgenommen haben.
    Ich beziehe mein Zimmer und merke nun erst, wie anstrengend die 320km Regenfahrt auf der Landstraße war. 9 Stunden fahren mit volle Konzentration mit nur drei Pausen fordern dem Körper wirklich was ab. Ich bin echt geschafft.
    Der Geruch eines Grills und ein Duschebad lassen aber auch in mir wieder die Lebensgeister erwachen und so sitzen wir bald unten und essen frisch gegrilltes Fleisch und leckere Salate!
    Viel wird gelacht und gefragt und erzählt.... na ich kenne das nun ja schon zum dritten Mal. Allerdings war bisher keine Abend wie der andere und auch die Gesprächsthemen sind immer anders gewesen, an jedem Abend!
    Grundsätzlich beginnen wir zwar immer mit der Tour und ihrem Zweck, aber dann gestalten sich die Gesprächsthemen meist in ganz unterschiedliche Richtungen.

    Um Mitternacht geht es ins Bett wo ich anfange diese Zeilen zu schreiben. Jetzt, kurz vor Eins ist aber auch das erledigt und ich gehe jetzt schlafen. DIe ersten 1000 Kilometer hab ich nun gefahren, davon 880km entlang der Grenze!

    Fazit des Tages: Bei so einem Wetter gibt es kaum Motorradfahrer an den Treffpunkten und außer meinen beiden Begleitern und den Gastgebern des heutigen Abends habe ich auch kaum Kontakte gehabt! Immerhn 25,-EUR hab ich heute aus der Spardose nehmen können (nee, das is gelogen, die Spardose hab ich heute Morgen bei Jasmin und Stephan stehen lassen und so musste meine Brusttasche in der Motorradjacke für den gleichen Zweck herhalten! Danke, auch im Namen des Kinderhospitvereins!

  • 02.05.2015 ... bis ins Saarland ***Datum05.02.2015 12:38
    Thema von Bernd Degwer im Forum Tagesberichte von unte...

    Schon früh bin ich wach und „kontrolliere“ die Reaktionen auf meinen Tagesbericht vom 1. Tag.
    Dann gibt es ein so reichhaltiges Frühstück das Martina uns bereitet hat, besser als in jedem Hotel. Schmunzeln muss ich dann aber doch, als mir online im Facebook-Forum die Leberwurst empfohlen wird, die ich bisher nicht beachtet habe. Da hat wohl schon einmal jemand aus dem Forum hier geschlafen, und was soll ich sagen, die Leberwurst ist wirklich sehr lecker. So gesättigt schlüpfe ich nun in meine Motorradschutzkleidung und packe mein Motorrad. Dann gibt es noch ein paar Fotos -bei Kaiserwetter mit blauem wolkenlosem Himmel- zu machen und schon sind Armin und ich wieder unterwegs. Er läßt es sich nämlich nicht nehmen, mir noch ein wenig die Gegend zu zeigen! Aus den geplanten 60km zum Dreiländereck Belgien, Frankreich und Detschland werden so 160km und nun kenne ich den Naturpark Eifel, das hohe Venn und bin schon einmal durch die Ardennen gefahren.
    Alles total unterschiedliche Landschaften inbesondere zur Zeit -also im Frühling- sieht man deutlicher Unterschiede bei der Vegetation. Im Hohen Venn gibt es bisher kaum ein grünes Blatt an einem Baum oder Busch, während bei uns Zuhause schon alles grünt! Marianne, meine Frau, hätte als Naturliebhaber Ihren Spaß an den unterschiedlichen Landschaften und der unterschiedlichen Vegetation.

    Eine kleine Enduroeinlage wird uns auch noch abverlangt, als uns das Navi in eine, wegen Baustelle, gesperrte Straße leitet. Wir ignorieren die Sperrung und versuchen unser Glück. Ca. 2km Schotterpiste und Baustraße liegen am Ende hinter uns und ich bewundere Armin, das er da mit seiner Suzuki durchgefahren ist!

    Am Dreiländereck trennen sich dann unsere Wege und wir verabschieden uns. Das war schon einmal ein gelungener Vormittag mit schönen Strecken. Allerdings hat mein TomTom-Navi direkt vor dem Ziel angefangen zu „spinnen“ und hat uns ein wenig im Kreis herum geführt, wie wir vermuten. Zu blöd, wenn man sich nur auf das Navi verläßt, wenn ich auch solche „Ausfälle“ bisher eher selten hatte.

    Entlang der Sauer, die gleichzeitig die Grenze zwischen Deutschland und Luxemburg ist, fahre ich nun bis nach Endernich, wo ich auch den Marktplatz sofort finde. Hier bin ich mit Thomas aus dem GS-Forum und Stephan –meinem heutigen Gastgeber für di Nacht- verabredet. Zwischendurch tanke ich noch für sagenhafte 1,22EUR/ltr Super und suche meinen ersten Geocache in Luxemburg.
    Ich setzte mich in den Außenbereich des vereinbarten Cafes und genieße die wärmende Sonne, die sich aber langsam rar macht, da sich immer wieder Wolken.vor den Wärmespender schieben!
    Als erstes „finden“ mich Thomas und Bea. Thomas hat sich mal im Forum von mir einen Tip für den Bau eines Halters für das Navigationsgerät geben lassen und ich begutachte heute Nachmittag noch das Ergebnis.
    Kurz darauf trifft auch Stephan -mein Gastgeber für die heutige Nacht- in Begleitung einiger Freunde ein. Sofort werden Tische zusammen gerückt und nun haben wir eine lange Tafel für alle organisiert. Ich erklären den Freunden kurz noch einmal -auf Nachfrage- den Grund meiner Fahrt und dann erfolgt wieder ein lustige Unterhaltung in der Runde Gleichgesinnter! Motorradfahrer sid eben unkompliziert. Immer wieder stelle ich das fest!
    Susan, eine Begleiterin von Stephan, hat Ihr Motorrad noch nicht sehr lang und so nehmen wir sie bei der Abfahrt in unsere Mitte und fahren ganz gemütlich an der Mosel entlang bis zum Dreiländereck südlich von Luxemburg, bei Schengen. An der Flußpromenade unterhalb des Schengener Museum machen wir noch einen kurzen Fotostop. Anschließend geht es dann auf (fast) direktem Wege zu Stephan nach Hause. Auf diesem Weg verabschieden sie, wie beim letzten Stop vereinbart, einer nach dem Anderen von uns und alle fahren heim.
    Nur Philipp begleitet uns bis nach Wadern, wo er später noch mit uns grillen wird! In Wadern angekommen werden wir von Jasmin freudig begrüßt. Winkend steht sie im Garten, öffnet uns dann das Garagentor, hinter dem auch mein Motorrad heute Nacht einen Platz findet!
    Auch kommt Peter, der uns vorher mit seiner Ducati begleitet hat, kommt nun in Begleitung seiner Frau zum grillen dazu und ich lerne schnell, das man im Saarland nicht grillt sondern schwenkt.
    Ein mit sehr viel Fleisch belegter Grillrost wir über einem Buchefeuer immer wieder kräftig geschwenkt, bis das Fleisch gar ist. Der „Bediener“ dieser Konstruktion heißt übrigens Schwenker. Die Konstruktion heißt ebenfalls Schwenker! Und das Fleisch auf dem Rost heißt auch Schwenker! So leicht kann saarländisch sein! ;-)

    Wir Sechs lachen viel und erzählen uns gegenseitig unsere „besten Motorradgeschichten“ und trinken dazu natürlich ein Bier. Ich trinke wirklich nur EIN Bier, weil ich es mir auf Motorradreisen angewöhnt habe, Abends wenig Alkohol zu trinken, weil ich ja Morgens schon wieder voll fahrtüchtig sein möchte, ohne Restalkohol!
    Kurz vor Mitternacht gibt es sogar noch einen Nachtisch: Selbstgemachte Kokoscreme mit Früchtequark! HILFE, wo bekomme ich ne Motorradhose in XXL her, die mir dann in den letzten Tagen der Tour nur noch passt???!!! Die Creme ist natürlich total lecker!
    Wir sitzen übrigens bei sehr angenehmen Temperaturen draußen unter einem Terrassenüberdach. DIe angenehmen Temperaturen kommen aber wohl weniger von der Großwetterlage als von dem Heizpilz und dem Gas-Heizstrahler die plötzlich um uns herum das "Microklima" erwärmen!
    Erst weit nach Mitternacht gehen wir ins Bett, so das ich erst jetzt (1:45Uhr) zum schreiben dieser Zeilen komme. Nun wird es auch Zeit für mich zu schlafen.
    Auch hier hat man mir, wie schon bei Martina und Armin, ein Gästebett angeboten. Sogar ein "Betthupferl" liegt auf meinem Kopfkissen, als ich mit in Bett lege. Also Jasmin und Stephan, wie schon bei Armin und Martina: 4 Sterne!!!!! ;-)

    Sehr viel habe ich heute gesehen und erlebt und ich bereue keinen Moment meinen Endschluss diese Fahrt so zu machen wie ich sie mache. Durch die Begleitung von Einheimischen sieht man viel mehr von der Region und dazu lernt man noch viele „Vokabeln“ …. wie z.B. den Schwenker ;-)

    Ach ja, alle Begleiter heute, wie auch Martina und Armin, sowie deren elfjährige Tochter Hanna haben heute etwas in die Spendendose geworfen. Insgesamt sind dabei 55,64EUR zusammen gekommen! Ganz toll finde ich das Ergebnis!

    Morgen starte ich von hier aus in den Pfälzer Wald! Ich bin gespannt!

Inhalte des Mitglieds Bernd Degwer
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